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Opposition gründet Taskforce zur festen Verankerung von Visakontrollen im Kampf gegen Antisemitismus

Dez. 17, 2025
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Opposition gründet Taskforce zur festen Verankerung von Visakontrollen im Kampf gegen Antisemitismus
Die stellvertretende Oppositionsführerin Sussan Ley hat eine siebenköpfige Koalitions-Arbeitsgruppe vorgestellt, die den Segal-Bericht zum Antisemitismus „vollständig umsetzen“ soll – einschließlich Maßnahmen zur Überprüfung von Visumantragstellern auf extremistische oder hasserfüllte Ansichten. An der Seite des Schatten-Innenpolitiksprechers Dan Tehan kritisierte Ley, dass die bisherige Reaktion der Albanese-Regierung „stückwerkartig“ sei, und kündigte an, private Mitgliederanträge einzubringen, sollte die Regierung keinen klaren Zeitplan vorlegen.

Die Arbeitsgruppe stützt sich auf drei Säulen: 1) die gesetzliche Umsetzung aller 49 Empfehlungen; 2) verstärkte Maßnahmen zur nationalen Sicherheit und Terrorismusbekämpfung; und 3) intensivere Einbindung der Gemeinschaft zum Schutz jüdischer Australier. Im Bereich Visa will die Koalition das Innenministerium anweisen, Hintergrundprüfungen anhand einer neuen Beobachtungsliste antisemitischer Organisationen und Online-Kanäle durchzuführen. Antragsteller, die Holocaust-Leugnung oder gewaltverherrlichende anti-jüdische Rhetorik unterstützen, könnten den Charaktertest nicht bestehen – ähnlich wie bei bereits geltenden Regeln für extremistische islamistische Inhalte.

Opposition gründet Taskforce zur festen Verankerung von Visakontrollen im Kampf gegen Antisemitismus


Wirtschaftsverbände begrüßten den parteiübergreifenden Schwung bei Themen, die Australiens Ruf als sicheres Ziel für Fachkräfte und Studierende gefährden könnten. Die Spitzenorganisation der Universitäten, Universities Australia, warnte jedoch, dass neue Screening-Fragen evidenzbasiert sein und mit den Prinzipien der akademischen Freiheit vereinbar bleiben müssen. Sie mahnte vor einem „Mission Creep“, der legitimen politischen Diskurs einschränken könnte.

Würde die Verschärfung umgesetzt, nähme Australien eine Position ein, die der von USA und Kanada ähnelt – beide Länder haben 2024/25 Hassrede-Fragen in ihre elektronischen Reisegenehmigungen aufgenommen. Einwanderungsanwälte rechnen mit einem moderaten Anstieg von Nachfragen zur weiteren Informationsbeschaffung, erwarten jedoch keine massenhaften Visastornierungen, da die meisten Hassinhalte unter Pseudonym veröffentlicht werden und schwer zu verifizieren sind.

Ley kündigte an, dass die Arbeitsgruppe monatliche öffentliche Anhörungen abhalten und einen Fortschrittsbericht veröffentlichen wird, um den Druck auf die Regierung bis zur Bundestagswahl 2025 aufrechtzuerhalten. Betreiber von Mobilitätsprogrammen sollten die Debatte genau verfolgen: Ein Regierungswechsel im nächsten Jahr könnte die Einführung zusätzlicher Visa-Screening-Stufen und Förderbedingungen für Arbeitgeber, die Sponsoren sind, beschleunigen.
Quelle: The Daily Telegraph

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