
Der italienische Vizepremier und Außenminister Antonio Tajani bestätigte in den frühen Morgenstunden des 6. März 2026, dass Italien seine Botschaft in Teheran „vorübergehend“ geschlossen und den Betrieb sowie rund 50 Mitarbeiter nach Baku, Aserbaidschan, verlegt hat. Dieser Schritt folgt auf eine deutliche Verschlechterung der regionalen Sicherheit nach Drohnen- und Raketenangriffen im Iran sowie gegenseitigen Drohungen gegen kommerzielle Flugrouten. Der konsularische Schutz für in Iran verbliebene Italiener wird weiterhin durch ein mobiles Team gewährleistet, während die Visaerteilung für iranische Staatsbürger – einschließlich Geschäfts-, Studien- und Familienzusammenführungsvisa – bis auf Weiteres ausgesetzt ist. Antragsteller werden an das italienische Visaantragszentrum in Ankara, Türkei, verwiesen oder sollen ihre Unterlagen einreichen, sobald ein eingeschränkter Service in Baku wieder aufgenommen wird. Italienische Unternehmen mit Lieferkettenbeziehungen zum Iran – insbesondere in den Bereichen Autoersatzteile und Lebensmittelverarbeitung – sehen sich mit sofortigen Verzögerungen bei der Rotation von Technikern und Prüfern konfrontiert. Versicherer haben ihre Kriegsrisikoprämien für Reisen in den Iran erhöht, während mehrere multinationale Unternehmen auf höhere Gewalt verweisen, um nicht dringende Reisen zu verschieben. Migrationsberater empfehlen, Vollmachten für lokale Mitarbeiter vor Ort auszustellen, damit diese während der Unterbrechung Compliance-Meldungen und Zollabwicklungen übernehmen können. Die Verlegung der Botschaft verdeutlicht einen wachsenden Trend zur „Hub-Diplomatie“ in instabilen Regionen, bei dem EU-Mitgliedstaaten Ressourcen in sichereren Nachbarhauptstädten bündeln. Mobility-Manager sollten weitere Updates über die Kriseneinheit des Außenministeriums (Farnesina) verfolgen und mit verpflichtenden Sicherheitsbriefings vor einer möglichen Rückverlegung von Personal in den Iran rechnen.
Quelle: Trend News Agency