
Der Einwanderungs- und Ausländerbehörde Zyperns gelang am 3. Mai die Festnahme von vier Personen, die verdächtigt werden, Einreisegenehmigungen gefälscht und die unerlaubte Einreise von Nicht-EU-Bürgern am internationalen Flughafen Larnaka erleichtert zu haben. Die Verdächtigen im Alter von 35 bis 51 Jahren sehen sich Anklagen wegen Verschwörung, Urkundenfälschung und Beihilfe zur illegalen Einreise gegenüber, so eine offizielle Polizeimitteilung. Ermittlungen zufolge war die Gruppe seit September 2025 aktiv und verlangte bis zu 6.000 Euro für gefälschte Genehmigungen, die wie Einreisevisa der Republik gestaltet waren. Der Fall kam ins Rollen, als ein 35-jähriger Passagier eine gefälschte Erlaubnis vorlegte, die von Interpol-Datenbanken als Fälschung erkannt wurde. Nachfolgende Überwachungen führten die Beamten zu einer Mittelsfrau in Larnaka, die angeblich Kunden anwarb, sowie zu zwei Komplizen, die die Fälschungen herstellten. Der Fall ist Teil einer Reihe von Durchsetzungsmaßnahmen, die Nikosia im Kampf gegen irreguläre Migration verschärft hat. Im April gab das Innenministerium bekannt, dass die Abschiebungen im ersten Quartal 2026 um 30 % höher lagen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für Manager globaler Mobilität unterstreicht der Fall die Bedeutung, entsandte Mitarbeiter und Auftragnehmer strikt auf die Nutzung offizieller Visakanäle hinzuweisen – insbesondere da Zypern die meisten Kurzzeitvisa-Anträge inzwischen an VFS Global in mehreren Ländern auslagert. Auf Unternehmensimmigration spezialisierte Kanzleien weisen darauf hin, dass Arbeitgeber, die wissentlich gefälschte Dokumente einreichen, von künftiger Sponsoringberechtigung ausgeschlossen werden können und gemäß den Änderungen des Ausländer- und Einwanderungsgesetzes 2023 mit Bußgeldern von bis zu 20.000 Euro pro Verstoß rechnen müssen. Unternehmen sollten daher ihre Dienstleisternetzwerke überprüfen und strenge Due-Diligence-Prüfungen bei allen Drittanbietern von Visadiensten vorschreiben.
Quelle: Cyprus Police News
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