
Die Sorge an der Ostküste Zyperns wächst, da Hoteliers und Einzelhändler warnen, dass selbst moderate weitere Kürzungen der Flugkapazitäten die Tourismuswirtschaft in Famagusta in eine Krise stürzen könnten. In Interviews, die am 6. Mai veröffentlicht wurden, berichteten lokale Geschäftsverbände, dass der Umsatz in Ayia Napa und Protaras im April und Anfang Mai bereits um 30 bis 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Ihre Ängste konzentrieren sich auf volatile Treibstoffpreise und eine unvorhersehbare Sicherheitslage im weiteren Nahen Osten. Besonders betroffen sind Flugverbindungen aus Deutschland, den nordischen Ländern und Großbritannien, da längere Flugstrecken Zypern im Vergleich zu konkurrierenden Mittelmeerzielen teurer machen. Branchenvertreter enthüllten, dass einige europäische Fluggesellschaften Notfallpläne haben, Flugzeuge nach Spanien oder Portugal umzuleiten, falls die Buchungszahlen schwach bleiben. Die Hotelbelegung im Mai liegt laut dem örtlichen Hoteliersverband bei 45 bis 55 Prozent, verglichen mit 80 bis 90 Prozent im Vorjahr. Strandkonzessionen melden Umsatzrückgänge von bis zu 70 Prozent, was zu einem Einstellungsstopp für die Saison führt. Die Akteure drängen das stellvertretende Tourismusministerium auf Notfallmaßnahmen, die von vorübergehenden Mehrwertsteuererleichterungen für Unterkünfte bis hin zu einem Gutscheinprogramm für Inlandsurlauber, das sich an zypriotische Einwohner richtet, reichen. Zudem fordern sie eine beschleunigte Marketingkampagne in Kurzstreckenmärkten wie Israel und Griechenland, die schneller auf Last-Minute-Angebote reagieren können. Für Manager von Auslandseinsätzen ist die Warnung, dass Freizeiteinrichtungen in Zyperns Vorzeigeregion diesen Sommer möglicherweise mit reduzierten Öffnungszeiten oder Personal arbeiten, was das Wohlbefinden der Mitarbeiter bei Langzeiteinsätzen beeinträchtigen könnte.
Quelle: Cyprus Mail