
Ein Policy-Briefing des IMPRI Impact & Policy Research Institute zieht zum fünfzehnjährigen Jubiläum Bilanz über Indiens Immigration-, Visa-, Ausländerregistrierungs- und Tracking-System (IVFRT). Das 2010 gestartete IVFRT vernetzt inzwischen 117 Einwanderungsposten, 15 regionale Ausländerregistrierungsbüros und über 850 Polizeidienststellen auf Bezirksebene und schafft so eine digitale Schnittstelle von der Visaerteilung durch ausländische Vertretungen bis zur Ausreisekontrolle an Flughäfen. Die am 14. September veröffentlichte Analyse erläutert, wie das neue Immigration and Foreigners Act 2025 – seit dem 1. September 2025 in Kraft – vier bisherige Gesetze in einem zusammenfasst und die Fristen für die Einhaltung verschärft: Langzeitbesucher müssen sich nun *vor* Ablauf ihres 180-Tage-Visums registrieren, nicht erst danach. Das Kabinett hat für die Phase 2026–31 bereits 1.800 Crore ₹ bewilligt, gegenüber 1.365 Crore ₹ im vorherigen Zyklus. Laut Regierungsangaben werden 91 Prozent der E-Visumanträge innerhalb von 72 Stunden bearbeitet, die durchschnittliche Einwanderungsabfertigung dauert nur noch 2,5 bis 3 Minuten; an 13 Flughäfen verkürzen Trusted-Traveller-E-Gates die Zeit für berechtigte indische und OCI-Karteninhaber auf 30 Sekunden. Für multinationale Arbeitgeber lautet die Botschaft zweigleisig: Digitale Effizienz ist spürbar, doch das Zeitfenster für Verlängerungen ist enger geworden. Personalabteilungen müssen interne Tracking-Systeme überprüfen, damit ausländische Mitarbeiter Verlängerungs- oder Umwandlungsanträge rechtzeitig vor Ablauf der 180 Tage online stellen. Die Analysten von IMPRI empfehlen, Echtzeitdaten zu den neuen Fristen zu veröffentlichen, um einen Compliance-Schock nach der Umstellung zu vermeiden, und plädieren für die Ausweitung der E-Gates auf sekundäre Flughäfen, die zunehmend internationale Charterflüge für Projektmitarbeiter abwickeln.