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Brasilien führt regionale Initiative für E-Visa und Biometrie an, strebt bis 2026 vollständig digitale Grenzen an

Dez. 29, 2025
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Brasilien führt regionale Initiative für E-Visa und Biometrie an, strebt bis 2026 vollständig digitale Grenzen an
Brasilien positioniert sich als Vorreiter für das nächste große Grenzmanagement-Experiment in Lateinamerika. In einem Interview, das am 26. Dezember veröffentlicht wurde, bestätigten hochrangige Beamte des Tourismusministeriums, dass das im April für Reisende aus den USA, Kanada und Australien wieder eingeführte elektronische Besuchervisum (e-Visum) nun als Vorlage für ein umfassenderes, biometriebasiertes System dient.

Im Rahmen einer neuen Arbeitsgruppe mit Peru, Kolumbien und Uruguay testet Brasília einen gemeinsamen API-Standard, der es den vier Ländern ermöglicht, e-Visa auszustellen, biometrische Selfies zu erfassen und Passagierdaten in Echtzeit auszutauschen. Das erste greifbare Ergebnis – geplant für einen Beta-Test mit ausgewählten Geschäftsreisenden im zweiten Quartal 2026 – ist eine mobile „grenzüberschreitende Wallet“, die einen QR-Code des brasilianischen e-Visums sowie ein Bild enthält, das mit der Datenbank der Bundespolizei abgeglichen wird. Fluggesellschaften an den Flughäfen São Paulo/Guarulhos und Rio/Galeão haben bereits mit der Installation von e-Gates begonnen, die diese Berechtigung auslesen können.

Brasilien führt regionale Initiative für E-Visa und Biometrie an, strebt bis 2026 vollständig digitale Grenzen an


Politische Entscheidungsträger argumentieren, dass ein regional einheitlicher digitaler Nachweis Wartezeiten drastisch verkürzen und den Behörden frühzeitig Daten für Risikoanalysen liefern wird. Für multinationale Arbeitgeber liegen die Vorteile auf der Hand: kürzere Vorlaufzeiten für Einsätze, geringere Kosten für Dokumentenmanagement und die Möglichkeit, Reisen in Echtzeit über mehrere Rechtsgebiete hinweg zu verfolgen. Datenschutzexperten raten jedoch den Personalabteilungen, die Einwilligungserklärungen zu aktualisieren, da biometrische Daten zwischen mehreren Regierungen geteilt werden.

Die Teilnahme an dem System bleibt freiwillig – Papierpässe werden weiterhin akzeptiert. Das Justizministerium arbeitet jedoch an einer Verordnung, die die Anerkennung des digitalen Nachweises an allen internationalen Flughäfen Brasiliens bis Dezember 2026 verpflichtend machen soll. Mobility-Manager werden empfohlen, frühzeitig mit Anbietern von Reisemanagement-Lösungen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass Buchungstools und Duty-of-Care-Plattformen die neuen QR- und biometrischen Datenfelder ab dem Start problemlos verarbeiten können.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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