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Piloten und Kabinenpersonal drohen mit Streik am 1. Januar und gefährden damit die Feiertagsreisen in Brasilien

Dez. 28, 2025
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Piloten und Kabinenpersonal drohen mit Streik am 1. Januar und gefährden damit die Feiertagsreisen in Brasilien
Während sich Brasiliens Flughäfen auf den Ansturm nach Weihnachten vorbereiten, rief die Nationale Flugpersonalgewerkschaft (SNA) am 26. Dezember den „Streikzustand“ aus. Die Gewerkschaft, die über 15.000 Piloten, Co-Piloten und Flugbegleiter vertritt, führt bis zum 28. Dezember Online-Versammlungen durch, um über den jüngsten Lohnvorschlag des Obersten Arbeitsgerichts abzustimmen. Lehnen die Mitglieder das Angebot ab, könnte ein persönliches Treffen am 29. Dezember in São Paulo einen landesweiten Streik ab dem 1. Januar 2026 auslösen.

Die SNA fordert Lohnerhöhungen über der Inflationsrate sowie strengere Dienstpläne und argumentiert, dass Rekordzahlen bei Passagieren und höhere Ticketpreise nicht zu besseren Arbeitsbedingungen geführt hätten. Die von der Nationalen Fluggesellschaftsvereinigung (Snea) vertretenen Airlines entgegnen, dass steigende Treibstoffpreise und ein schwacher Real die Gewinnmargen extrem schmal halten und aggressive Lohnsteigerungen die Flottenausbaupläne gefährden würden.

Piloten und Kabinenpersonal drohen mit Streik am 1. Januar und gefährden damit die Feiertagsreisen in Brasilien


Ein Streik zum Jahreswechsel würde den Inlands- und Auslandsverkehr mitten in der brasilianischen Sommerferienzeit lahmlegen. Allein São Paulo/Guarulhos erwartet zwischen Weihnachten und dem 2. Januar fast zwei Millionen Passagiere; Reiseveranstalter schätzen, dass schon ein 24-stündiger Ausfall 300.000 Reisende strandet und sich der Rückstau bis weit in die erste Januarwoche hinein auswirken würde.

Mobilitätsmanager in Unternehmen aktivieren bereits Notfallpläne: Umleitungen über ausländische Fluggesellschaften mit nicht-brasilianischem Personal, Buchungen flexibler Tickets über benachbarte Drehkreuze sowie zusätzliche Budgets für Unterkunft und Tagesgelder. Arbeitgeber sollten zudem ihre Fürsorgepflicht überprüfen, um sicherzustellen, dass gestrandete Mitarbeiter Zugang zu Hilfetelefonen und medizinischer Versorgung haben.

Das Arbeitsministerium vermittelt, hat bisher jedoch keine Mindestdienstleistungen angeordnet. Beobachter weisen darauf hin, dass frühere Streiks im Luftfahrtbereich oft in letzter Minute abgewendet wurden, doch der zunehmend harte Ton der Gewerkschaft deutet darauf hin, dass Zugeständnisse nötig sein werden, um den Flugbetrieb auch 2026 aufrechtzuerhalten.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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