
Der Verband der zyprischen Fremdenführer (CTGA) warnt vor der zunehmenden Zahl unlizenzierter Personen, die kostenpflichtige Touren auf der Insel anbieten. In einer am 21. Februar 2026 veröffentlichten Erklärung betont die Vereinigung, dass diese Praxis die professionellen Standards untergräbt, den internationalen Ruf Zyperns schädigt und die Sicherheit der Besucher gefährdet. Laut CTGA-Präsidentin Maria Avraam werben Dutzende informelle Guides – häufig Fahrer, Airbnb-Gastgeber oder Social-Media-„Influencer“ – für Ausflüge, ohne jegliche Ausbildung oder Versicherung. Da sie sich nicht beim stellvertretenden Tourismusministerium registrieren, umgehen sie Hintergrundprüfungen, Erste-Hilfe-Zertifikate und Steuern und unterbieten lizenzierte Guides um bis zu 40 Prozent. Der Verband fordert daher die Regierung auf, 1) verstärkte Kontrollen an Straßen und Sehenswürdigkeiten durchzuführen, 2) sofortige Bußgelder für unlizenzierte Führungen zu verhängen und 3) eine eigene Touristenpolizei innerhalb der bestehenden Polizeitourismuseinheit einzurichten. Der CTGA verweist darauf, dass ähnliche Kontrollorgane in Griechenland, Spanien und Malta erfolgreich Kulturerbestätten und Verbraucherrechte schützen. Für Unternehmen, die regelmäßig Geschäftsreisende nach Zypern bringen – etwa Kongressveranstalter, Destination-Management-Firmen und Relocation-Agenturen – hat der Vorschlag praktische Folgen. Kunden, die unwissentlich einen unlizenzieren Guide engagieren, könnten im Falle eines Unfalls haftbar gemacht werden, und negative Berichterstattung kann sich schnell ausweiten. Firmen wird geraten, ihre bevorzugten Lieferantenlisten zu aktualisieren und auf Guides zu bestehen, die das offizielle blaue Abzeichen des stellvertretenden Tourismusministeriums tragen. Branchenbeobachter sehen in einer strengeren Durchsetzung eine sinnvolle Ergänzung zu Zyperns laufendem Bestreben, die Servicequalität im Vorfeld des erwarteten Schengen-Beitritts 2026 zu erhöhen. Professionelle Führungen sind Teil der umfassenden Besucher-Erlebniswertschöpfung, die multinationale Unternehmen bei der Wahl regionaler Standorte berücksichtigen. Sollte das Konzept der Touristenpolizei umgesetzt werden, könnte es zum Aushängeschild für Zyperns Engagement für sicheren und hochwertigen Tourismus werden.
Quelle: In-Cyprus
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