
Der Veterinärdienst berichtete am 22. Februar um 18 Uhr, dass drei weitere Viehbetriebe in Livadia positiv auf Maul- und Klauenseuche (MKS) getestet wurden, womit sich die Gesamtzahl der infizierten Höfe auf sechs erhöht hat. Direktor Christodoulos Pipis bestätigte, dass das zuvor angekündigte Bewegungsverbot landesweit durchgesetzt wird und dass Probenahmeteams von Paphos verlegt werden, um die Testkapazitäten zu erhöhen. Gemäß dem Notfallplan Zyperns müssen Betriebe im Umkreis von 10 Kilometern um einen Ausbruch Rad-Desinfektionsbäder installieren, Besucherlisten mit 48-Stunden-Frist führen und Inspektoren jederzeit Zugang gewähren. Versicherer teilten lokalen Medien mit, dass sie den Versicherungsschutz für Betriebe, die bei Stichprobenkontrollen durchfallen, aussetzen könnten – ein Schritt, der freiwillige Tötungen und Entschädigungsforderungen beschleunigen könnte. Transportunternehmen, die die Molkereiregion Larnaca bedienen, rechnen mit Störungen. Ein Betreiber berichtete, dass die Hälfte seiner Fahrer ausländische Staatsangehörige mit temporären Arbeitserlaubnissen sind; die Personalabteilungen müssen nun offizielle Schreiben ausstellen, die erklären, warum die Fahrer Polizeikontrollen passieren. Die Nachbarländer der EU beobachten die Lage genau. Bulgarien hat bereits angekündigt, dass alle Fahrzeuge aus Zypern an den Schwarzmeerhäfen eine Reifen-Desinfektion durchlaufen müssen, was die Transportkosten für gekühlte Halloumi-Blöcke nach Osteuropa um 120 Euro erhöht. Die Behörden hoffen, dass schnelle Rückverfolgung und erhöhte Laborkapazitäten ein Exportverbot verhindern – ein Szenario, das Zyperns Bestrebungen, sich als Logistikzentrum für den Lebensmittelhandel im östlichen Mittelmeerraum zu etablieren, erheblich beeinträchtigen würde.
Quelle: In-Cyprus / Phileleftheros