
Zyprische Zollbeamte berichteten am 22. Februar, dass bei drei getrennten Kontrollen Anfang des Monats insgesamt 50 Kartons unversteuerte Tabakwaren und 80 Liter Benzin über die von den UN überwachte Grüne Linie, die die Insel teilt, geschmuggelt wurden. Der größte Fund betraf einen französischen Touristen, der am Fußgängerübergang Ledra Street mit 20 Kartons Zigaretten ohne die vorgeschriebenen zweisprachigen Gesundheitswarnungen erwischt wurde. Nach der EU-Verordnung 866/2004 (die „Grüne-Linie-Verordnung“) dürfen Reisende nur begrenzte Mengen Tabak und Kraftstoff vom türkisch kontrollierten Norden in die Republik Zypern mitführen. Verstöße werden mit sofortigen Geldstrafen und Fahrzeugbeschlagnahmungen geahndet. Bei zwei Fahrzeugkontrollen am Grenzübergang Agios Dometios zahlten zyprische Fahrer jeweils 900 € und 400 €, um die Strafen zu begleichen und die beschlagnahmten Waren zurückzuerhalten. Die verstärkte Kontrollaktion erfolgt im Vorfeld der finalen Einreichung Zyperns für den Schengen-Beitritt Ende 2026. Die Beamten haben stichprobenartige Kontrollen intensiviert und Handscanner mit QR-Code-Technologie für Verbrauchssteuermarken aufgerüstet – eine Technik, die später in das EU-Zollrisikoanalyse-Netzwerk integriert wird, sobald die Grüne Linie zur Außengrenze des Schengen-Raums wird. Geschäftsreisende, die zwischen Treffen im Norden Nikosias und der Hauptstadt der Republik pendeln, sollten daher mehr Zeit für Kontrollen einplanen und ihre Mitarbeiter davon abhalten, im Norden zollfreie Waren zu kaufen. Mobilitätsteams sollten ihre Vorab-Briefings an die strengeren Kontrollen und die im letzten Herbst eingeführten höheren Strafgebühren anpassen. Für Arbeitgeber von Grenzgängern – die Stadt beherbergt mehrere IT-Firmen auf beiden Seiten der Grenze – lautet die Botschaft klar: Einhaltung der Vorschriften sicherstellen, um Verzögerungen zu vermeiden, die enge Projektpläne gefährden könnten.
Quelle: In-Cyprus / Phileleftheros