
Am 27. Februar war das Filoxenia-Konferenzzentrum in Nikosia voller Entscheidungsträger und Branchenführer, als die Cyprus Sustainable Tourism Initiative (CSTI) ihr 20-jähriges Bestehen mit der Europäischen Konferenz für Nachhaltigen Tourismus unter der Schirmherrschaft der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft feierte. Die stellvertretende Tourismusministerin Anna Karamanli betonte gegenüber den Teilnehmern, dass Mittelmeerziele wie Zypern und Griechenland vom „Sonne-und-Meer-Massen-Tourismus“ zu ganzjährigem, umweltverträglichem Besuch umsteuern müssen. Der EU-Kommissar für Nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, stellte geplante Förderinstrumente für sauberere Flugkraftstoffe und intermodale Verbindungen auf Inseln vor, während Hermes Airports Versuche mit Anreizpreisen außerhalb der Spitzenzeiten ankündigte, um Ankünfte besser zu verteilen. Geschäftsreisemanager erfuhren von Zusagen zu einheitlichen CO2-Fußabdruck-Berechnungen bei EU-Fluggesellschaften – was die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen der CSRD vereinfachen könnte – sowie von Pilotprojekten für digitale Zugangspässe, die Transport, Unterkunft und Natura-2000-Parkzugang in einem einzigen QR-Code bündeln. Warum das wichtig ist: Da der Tourismus über 20 % des zyprischen BIP ausmacht, signalisiert die Konferenz eine politische Richtung, die die Vergabe von Flughafen-Slots, Hotelgenehmigungen und sogar Anreize für Firmenveranstaltungen (MICE) prägen könnte. Unternehmen, die Incentive-Reisen oder Expat-Besuche planen, sollten in den nächsten zwei Haushaltszyklen mit strengeren Umweltauflagen und möglichen Ökosteuersätzen rechnen.
Quelle: Tornos News