
Rund 100 indische Medizinstudenten und Ingenieurstudierende, die seit Wochen im Nordwesten Irans festsitzen, werden an diesem Wochenende endlich ihre Heimreise antreten. Laut der Jammu & Kashmir Students Association (JKSA) wird die Gruppe – die meisten aus Kaschmir – mit dem Bus zum internationalen Flughafen Zvartnots in Armenien fahren, um dort am 14. und 15. März Flüge von Flydubai über Dubai nach Delhi zu nehmen. Die Studierenden sind inmitten der sich rapide verschlechternden Sicherheitslage durch den Israel-Iran-Konflikt in einer prekären Lage. Regionale Linienflüge wurden immer wieder gestrichen, die Landtransitstrecke nach Teheran ist riskant geworden, und die Reiserückversicherung für diese Route wurde entweder eingestellt oder ist unerschwinglich teuer. Die Familien in Indien drängen die Regierung seit Ende Februar auf sichere Rückkehrmöglichkeiten. Nasir Khuehami, nationaler Koordinator der JKSA, erklärte gegenüber der Hindustan Times, dass die Vereinigung eng mit dem indischen Außenministerium (MEA), der iranischen Botschaft in Delhi sowie den indischen Vertretungen in Teheran und Jerewan zusammengearbeitet habe, um Landtransitgenehmigungen und Flugplätze zu sichern. Obwohl das MEA keine offizielle Evakuierung angekündigt hat, unterstützten die Behörden die Formalitäten und rieten den Studierenden, keine Echtzeit-Standortmeldungen in sozialen Medien zu veröffentlichen. Nach der Ankunft in Delhi wird die Landesregierung den Weitertransport nach Srinagar organisieren, darunter klimatisierte Sonderbusse, die von der Regierung von Jammu & Kashmir bereitgestellt werden, damit die Studierenden schnell und sicher nach Hause gelangen. Fluggesellschaften und Universitäten werden zudem aufgefordert, bei Anwesenheitspflichten und Prüfungsterminen flexibel zu sein, um Rückkehrern Zeit zur Wiedereingewöhnung zu geben. Für indische Mobilitätsmanager und Unternehmenssicherheits-Teams ist dieser Fall eine Mahnung, wie wichtig es ist, Länder-Risiken zu überwachen, alternative Routen zu planen und Entsendete in Krisenregionen konsularisch zu registrieren. Unternehmen mit Mitarbeitern im Iran wurden angewiesen, ihre Versicherungen zu überprüfen, Ausreisemöglichkeiten über Drittstaaten wie Armenien oder Georgien zu validieren und die Mitarbeiterdaten im neuen Global Indian Portal des MEA aktuell zu halten.
Quelle: Hindustan Times
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