
Aktuelle Daten von Statistics Finland, veröffentlicht von Daily Finland am 1. April, zeigen, dass der internationale Tourismus in diesem Jahr früher als üblich an Fahrt gewinnt. Im Februar 2026 verzeichneten Unterkunftsanbieter 740.000 Übernachtungen von ausländischen Gästen – ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – während die Inlandsübernachtungen leicht um ein Prozent zurückgingen. Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich stellten die größten Gästegruppen, wobei Uusimaa und Lappland mit jeweils rund 480.000 Übernachtungen die Spitzenposition bei der regionalen Nachfrage teilen. Hoteliers in Lappland erzielten durchschnittliche Zimmerpreise von 279 €, fast doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt, was die anhaltende Bereitschaft der zahlungskräftigen Kundensegmente unterstreicht, auch außerhalb der traditionellen Weihnachtssaison für arktische Erlebnisse einen Aufpreis zu zahlen. Die Auslastungsrate in ganz Finnland lag im Februar bei 55 Prozent, zwei Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Branchenanalysten führen dies auf den früheren Osterkalender sowie verbesserte Flugverbindungen durch Airlines wie Lufthansa, Ryanair und Finnair zurück, die den Nebensaison-Boom voraussichtlich bis in den April verlängern werden. Die Zahlen deuten zudem darauf hin, dass die schrittweise Einführung des Schengen-Einreise- und -Ausreisesystems Langstreckenreisende bislang nicht abgeschreckt hat – entgegen der Befürchtungen einiger Flughafenlobbygruppen. Für Unternehmen mit Mobilitätsprogrammen bedeutet dies eine engere Hotelsituation in Helsinki und im Norden. Reiseverantwortliche sollten daher Firmenkontingente frühzeitig sichern und Mitarbeiter auf höhere Zimmerpreise vorbereiten – insbesondere in Resorts nahe Rovaniemi, Kittilä und Ivalo – im Verlauf des Frühlings. Anbieter von Reisedienstleistungen berichten, dass der positive Trend lokale Behörden bereits dazu veranlasst, Infrastrukturprojekte zu beschleunigen, darunter den Ausbau der Ankunftshalle des Flughafens Kuusamo und verbesserte Bahnverbindungen nach Tampere-Pirkkala. Die schnelle Erholung des Tourismus ist auch eine gute Nachricht für die finnische Gesamtwirtschaft, die auf Dienstleistungsexporte angewiesen ist, um den Abschwung im verarbeitenden Gewerbe auszugleichen. Sollte das Wachstum von fünf Prozent anhalten, könnten die Übernachtungen ausländischer Besucher erstmals seit der Pandemie die Marke von neun Millionen überschreiten, was tausende Saisonarbeitsplätze sichert und Finnlands Ruf als sicheres, gut erreichbares Reiseziel für Freizeit- und Geschäftsreisende festigt.
Quelle: Daily Finland
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