
Das in Hongkong gelistete Unternehmen China Travel International gab am 1. April bekannt, seine Sparte für Tourismusimmobilien zu veräußern, um sich künftig auf Kernbereiche wie Reiseerlebnisse, Wintersportresorts und Themenattraktionen zu konzentrieren. Die Umstrukturierung folgt auf ein Umsatzjahr 2025 mit 4,08 Milliarden HK$, das aufgrund von Abschreibungen auf Immobilienprojekte mit einem Nettoverlust endete. Vorsitzender Fang Xiaotian erklärte, dass das Kapital künftig auf die profitablen Segmente für landschaftlich reizvolle Gebiete, Resorts und Destinationen fokussiert werde – darunter die Ngong Ping 360 Seilbahn in Hongkong, die Shun Tak Fähren sowie den Themenpark Window of the World in Shenzhen. Ein spezieller Fonds in Höhe von 1,2 Milliarden HK$ wurde eingerichtet, um Attraktionen aufzuwerten und erlebnisorientierte Angebote wie Augmented-Reality-Führungen und kulinarische Events zu integrieren, die besonders internationale Besucher mit hoher Ausgabebereitschaft ansprechen. Zudem plant das Unternehmen, die Kapazitäten für den Wintertourismus am Jilin Songhua-See vor der Skisaison 2026/27 um 35 Prozent zu erweitern und Kombi-Pässe für die Greater Bay Area einzuführen, die Hotelaufenthalte in Hongkong mit Ski-Paketen auf dem Festland verbinden. Analysten von Daiwa bewerten diesen Schritt als passend zur Pekinger Strategie, die Tourismusnachfrage ganzjährig zu fördern, und sehen darin eine Chance, Hongkong als Drehkreuz für Wintercharterflüge in Nordasien zu etablieren. Für Fachleute im Bereich Mobilität signalisiert die Ausgliederung Stabilität: Kapital, das zuvor in volatilen Immobilienmärkten gebunden war, wird nun in die Servicequalität wichtiger touristischer Infrastruktur investiert, die von entsandten Mitarbeitern und Besuchsmanagern genutzt wird. Gleichzeitig könnten neue Anreizreisen entstehen, die Geschäftstreffen in Hongkong mit Freizeitangeboten auf dem Festland kombinieren.
Quelle: Travel and Tour World