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EU-Ein- und Ausreisesystem ab 10. April voll einsatzbereit – Das bedeutet es für die finnischen Grenzen

Apr. 8, 2026
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EU-Ein- und Ausreisesystem ab 10. April voll einsatzbereit – Das bedeutet es für die finnischen Grenzen
Die finnischen Grenzschutzbehörden bereiten sich auf einen entscheidenden technologischen Wandel vor, da das europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) am 10. April 2026 im gesamten Schengen-Raum in Betrieb genommen wird. Eine am 7. April veröffentlichte Mitteilung der EU-Außenbeauftragten bestätigt, dass an allen Außengrenzen – vom Flughafen Helsinki-Vantaa bis zum nördlichen Straßenposten Raja-Jooseppi – die bisherigen Passstempel durch biometrische Scans und digitale Aufzeichnungen der Ein- und Ausreisen ersetzt werden.

Für Finnland, wo im Jahr 2025 rund 18 Millionen Reisende aus Drittstaaten registriert wurden, wird erwartet, dass sich die Kontrollzeiten um bis zu 30 Prozent verkürzen, während die Behörden sofort über eventuelle Überschreitungen der Aufenthaltsdauer informiert werden. Das EES erfasst bei der ersten Einreise eines Nicht-EU-Besuchers vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto; bei späteren Grenzübertritten genügt ein schneller Abgleich des Gesichts. Die Daten werden drei Jahre lang gespeichert und in Echtzeit mit dem Visa-Informationssystem sowie Strafverfolgungsdatenbanken geteilt. So können Migri und der Grenzschutz beispielsweise prüfen, ob ein Besucher, der später eine Arbeitserlaubnis beantragt, die 90/180-Tage-Regel eingehalten hat.

EU-Ein- und Ausreisesystem ab 10. April voll einsatzbereit – Das bedeutet es für die finnischen Grenzen


Fluggesellschaften, die am Flughafen Helsinki und in Regionalflughäfen operieren, haben zwei Tage Zeit, um von manuellen Dokumentenkontrollen auf die neue Secure API + Passenger Locator-Datenübermittlung umzustellen, die das EES begleitet. Fluglinien und Kreuzfahrtbetreiber befürchten zu Beginn Engpässe während der Umstellungsphase. Finavia teilte Global Mobility News mit, dass am Terminal 2 bereits 70 Selbstbedienungskioske installiert wurden, der Passagierfluss hänge jedoch davon ab, wie schnell Fingerabdrücke erfasst werden – insbesondere bei Reisenden, die mit biometrischer Erfassung wenig vertraut sind, wie ältere Pauschaltouristen aus Japan. Um Warteschlangen zu vermeiden, wird Finavia die traditionellen Schalter bis zum Sommer geöffnet halten.

Für finnische Arbeitgeber bringt das System mehr Rechtssicherheit: Personalabteilungen können einen EES-Aufenthaltsbericht herunterladen, der den legalen Aufenthalt eines Geschäftsreisenden in Finnland nachweist – ein Graubereich, der bisher Kurzzeiteinsätze erschwerte. Einwanderungsberater empfehlen Unternehmen bereits, ihre Reiserichtlinien zu aktualisieren, um Mitarbeiter darauf hinzuweisen, nach dem 10. April bei der ersten Schengen-Einreise mehr Zeit einzuplanen und sicherzustellen, dass die Pässe mindestens zwei freie Seiten für den manuellen Stempel als Backup haben, falls ein Kiosk ausfällt.

Blickt man in die Zukunft, testet der Grenzschutz mobile EES-Einheiten für die Wiedereröffnung ausgewählter Landgrenzen zu Russland, sobald die Sicherheitslage dies zulässt. Dies unterstreicht, dass digitale Grenzen für Finnland zunehmend zur neuen Normalität werden.
Quelle: European External Action Service (EEAS)

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