
Brasilianische Touristen, die diese Woche in Europa landen, werden an den Grenzkontrollen eine bedeutende Veränderung bemerken: Ihre Pässe werden nicht mehr abgestempelt. Am 10. April hat die Europäische Union offiziell ihr lange verzögertes Ein- und Ausreisesystem (EES) aktiviert, eine blockweite Datenbank, die biometrische Daten und Reiseverläufe aller Besucher aus Drittstaaten erfasst. Ein am 12. April in der Gazeta de São Paulo veröffentlichter Bericht erklärt, wie das neue System für Brasilianer gilt, eine der größten Nicht-EU-Reisendengruppen auf dem Kontinent.
Im Rahmen des EES werden bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum nach Aktivierung Fingerabdrücke, ein Passfoto und Passdaten erfasst; jede weitere Einreise wird automatisch beim Scannen des Passes registriert. Das elektronische Register ersetzt den physischen Stempel, den Grenzbeamte jahrzehntelang verwendet haben. Für Brasilianer bleiben die Aufenthaltsregeln unverändert – 90 Tage innerhalb von 180 Tagen für Tourismus und Geschäftsreisen –, doch die Kontrolle wird voraussichtlich verschärft. Da das EES die Tage automatisch zählt, könnten bisher unbemerkte Überschreitungen nun sofort mit Bußgeldern oder mehrjährigen Wiedereinreiseverboten geahndet werden.
Brasilianische Führungskräfte, die regelmäßig mehrere Europareisen pro Halbjahr kombinieren, werden von Relocation-Firmen dringend aufgefordert, ihre Aufenthaltsdauer genau zu dokumentieren und Bordkarten aufzubewahren, falls es zu Systemfehlern kommt. Flughäfen von Lissabon bis Frankfurt warnen vor längeren Warteschlangen in der Anfangsphase, da jeder Nicht-EU-Reisende bei der ersten Ankunft biometrisch erfasst werden muss. Einige Drehkreuze, darunter Paris-CDG und Madrid-Barajas, haben spezielle Kontrollspuren und zusätzliches Personal eingerichtet, doch das portugiesische Reiseunternehmen Abreu schätzt, dass sich die Abfertigungszeiten für Langstreckenflüge aus São Paulo und Rio de Janeiro „anfangs verdoppeln“ werden.
Fluggesellschaften raten Passagieren, früher anzureisen und, wenn möglich, Anschlussflüge innerhalb des Schengen-Raums statt außerhalb zu buchen, um eine zweite Erfassung zu vermeiden. Mittelfristig soll das EES die Kontrollen beschleunigen und in ETIAS, die elektronische Reisegenehmigung, einfließen, die die EU für Anfang 2027 plant. Zusammen werden die beiden Systeme den europäischen Behörden nahezu in Echtzeit Auskunft darüber geben, wer sich wie lange im Schengen-Raum aufhält – Daten, die künftige Visa-Waiver-Verhandlungen mit Ländern wie Brasilien beeinflussen dürften.
Reise-Risikoberater weisen jedoch darauf hin, dass die zentrale Datenbank neue Datenschutz- und Cybersicherheitsanforderungen mit sich bringt; brasilianische Multis müssen möglicherweise die Einwilligungen zur Mitarbeiterdatennutzung aktualisieren und vor Reisen klare Informationen bereitstellen. Brasilianische Wirtschaftsverbände begrüßten die Maßnahme weitgehend und betonten, dass verlässliche Grenzprozesse für die Erholung des Tourismus entscheidend sind – Europa bleibt nach den USA der größte Auslandsmarkt Brasiliens. Gleichzeitig warnen sie ihre Mitglieder, mögliche Störungen im ersten Quartal einzuplanen und die sich entwickelnde Rechtsprechung zu Überziehungen genau zu beobachten.
Experten raten Unternehmen mit rotierenden Mitarbeitern oder Vielfliegern nach Europa, ihre Mobilitätspolitik jetzt zu überprüfen, um unangenehme Überraschungen bei der Passkontrolle zu vermeiden.
Im Rahmen des EES werden bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum nach Aktivierung Fingerabdrücke, ein Passfoto und Passdaten erfasst; jede weitere Einreise wird automatisch beim Scannen des Passes registriert. Das elektronische Register ersetzt den physischen Stempel, den Grenzbeamte jahrzehntelang verwendet haben. Für Brasilianer bleiben die Aufenthaltsregeln unverändert – 90 Tage innerhalb von 180 Tagen für Tourismus und Geschäftsreisen –, doch die Kontrolle wird voraussichtlich verschärft. Da das EES die Tage automatisch zählt, könnten bisher unbemerkte Überschreitungen nun sofort mit Bußgeldern oder mehrjährigen Wiedereinreiseverboten geahndet werden.
Brasilianische Führungskräfte, die regelmäßig mehrere Europareisen pro Halbjahr kombinieren, werden von Relocation-Firmen dringend aufgefordert, ihre Aufenthaltsdauer genau zu dokumentieren und Bordkarten aufzubewahren, falls es zu Systemfehlern kommt. Flughäfen von Lissabon bis Frankfurt warnen vor längeren Warteschlangen in der Anfangsphase, da jeder Nicht-EU-Reisende bei der ersten Ankunft biometrisch erfasst werden muss. Einige Drehkreuze, darunter Paris-CDG und Madrid-Barajas, haben spezielle Kontrollspuren und zusätzliches Personal eingerichtet, doch das portugiesische Reiseunternehmen Abreu schätzt, dass sich die Abfertigungszeiten für Langstreckenflüge aus São Paulo und Rio de Janeiro „anfangs verdoppeln“ werden.
Fluggesellschaften raten Passagieren, früher anzureisen und, wenn möglich, Anschlussflüge innerhalb des Schengen-Raums statt außerhalb zu buchen, um eine zweite Erfassung zu vermeiden. Mittelfristig soll das EES die Kontrollen beschleunigen und in ETIAS, die elektronische Reisegenehmigung, einfließen, die die EU für Anfang 2027 plant. Zusammen werden die beiden Systeme den europäischen Behörden nahezu in Echtzeit Auskunft darüber geben, wer sich wie lange im Schengen-Raum aufhält – Daten, die künftige Visa-Waiver-Verhandlungen mit Ländern wie Brasilien beeinflussen dürften.
Reise-Risikoberater weisen jedoch darauf hin, dass die zentrale Datenbank neue Datenschutz- und Cybersicherheitsanforderungen mit sich bringt; brasilianische Multis müssen möglicherweise die Einwilligungen zur Mitarbeiterdatennutzung aktualisieren und vor Reisen klare Informationen bereitstellen. Brasilianische Wirtschaftsverbände begrüßten die Maßnahme weitgehend und betonten, dass verlässliche Grenzprozesse für die Erholung des Tourismus entscheidend sind – Europa bleibt nach den USA der größte Auslandsmarkt Brasiliens. Gleichzeitig warnen sie ihre Mitglieder, mögliche Störungen im ersten Quartal einzuplanen und die sich entwickelnde Rechtsprechung zu Überziehungen genau zu beobachten.
Experten raten Unternehmen mit rotierenden Mitarbeitern oder Vielfliegern nach Europa, ihre Mobilitätspolitik jetzt zu überprüfen, um unangenehme Überraschungen bei der Passkontrolle zu vermeiden.
Quelle: Gazeta de São Paulo
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