
Der zyprische Hotelsektor verzeichnete zu Ostern eine durchschnittliche Auslastung von nur 25 bis 45 %, so Christos Angelides, Generaldirektor des zyprischen Hotelverbands (PASYXE). In einem Gespräch mit der Cyprus News Agency am 14. April erklärte Angelides, dass die schwache Inlandsnachfrage und anhaltende Stornierungen aus dem Ausland, die mit dem Drohnenangriff im März auf die RAF-Basis Akrotiri zusammenhängen, die Erholung zu Beginn der Saison gebremst haben. Die Buchungen im März sanken im Jahresvergleich um fast 40 %, und auch für April zeichnet sich trotz aggressiver Rabattaktionen und Marketingkampagnen in Großbritannien und Mitteleuropa ein ähnliches Bild ab. Hoteliers berichten, dass Touristen aufgrund der Nähe der Insel zu militärischen Operationen gegen den Iran weiterhin vorsichtig sind, obwohl Zypern selbst seit dem ersten Angriff nicht mehr Ziel von Angriffen war. Die Regierung hat mit einer gezielten Subvention reagiert, die bis zu 60 % der Fixkosten für Betriebe abdeckt, die nachweisen können, dass ihre Einnahmen in diesem Monat um 40 % eingebrochen sind. Branchenvertreter warnen jedoch, dass viele Hotels ihre vollständige Öffnung verschieben oder die Saison verkürzen könnten, wenn sich die Buchungen bis Mitte Mai nicht verbessern – Maßnahmen, die sich auf die saisonale Beschäftigung und Lieferketten auswirken würden. Programme für Geschäftsreisende sollten mit eingeschränkter Verfügbarkeit in den Spitzenwochen rechnen, sobald die Nachfrage wieder anzieht, da einige Hotels ihre Kapazitäten zur Liquiditätssteuerung begrenzen könnten. Reiseverantwortliche wird zudem geraten, die Preisschwankungen im Flugverkehr genau zu beobachten, da Fluggesellschaften ihre Kapazitäten häufig an die Hotelauslastung anpassen. Positiv zu vermerken ist, dass der gedämpfte Markt kurzfristig Wohnmöglichkeiten für ankommende Mitarbeiter bietet, die Langzeitpreise verhandeln können. Analysten betonen, dass die Auslastungskrise die Verwundbarkeit Zyperns gegenüber regionalen geopolitischen Entwicklungen unterstreicht und die Dringlichkeit, die Herkunftsmärkte zu diversifizieren – ein Thema, das voraussichtlich bei der informellen EU-Tourismusministerkonferenz nächste Woche in Nikosia im Mittelpunkt stehen wird.
Quelle: Cyprus Mail