
Die Billigfluggesellschaft EasyJet gab am 2. Mai bekannt, dass sie im kommenden Winterflugplan zwei neue wöchentliche Verbindungen ab Hamburg Airport einrichten wird: Genf ab dem 3. September und Prag ab dem 26. Oktober. Mit dieser Erweiterung steigt die Zahl der Direktziele ab Deutschlands zweitgrößter Stadt auf acht und schließt zwei Lücken, die von Geschäftsreise-Managern im Norden lange bemängelt wurden. Beide Städte sind bedeutende Geschäftsstandorte. Genf beherbergt die Vereinten Nationen, zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sowie die Hauptsitze multinationaler Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, Biotechnologie und Rohstoffe. Prag entwickelt sich schnell zu einem Technologie- und Shared-Service-Zentrum für deutsche Unternehmen in Mitteleuropa. Bisher mussten Reisende ab Hamburg entweder über Drehkreuze wie Frankfurt umsteigen oder eine vier- bis fünfstündige Zugfahrt in Kauf nehmen. EasyJet fliegt Hamburg–Genf donnerstags und sonntags sowie Hamburg–Prag montags und freitags mit Flugzeugen der Airbus A320-Familie. Die Flüge sind bereits buchbar. Reiseeinkäufer sollten beachten, dass das EasyJet „Flex“-Tarif nur begrenzte Umbuchungsmöglichkeiten bietet und nur ein kleines Handgepäckstück beinhaltet; Sitzplatzwahl, aufgegebenes Gepäck und Fast-Track-Sicherheitskontrolle sind kostenpflichtige Zusatzleistungen, die bei Nichtvorabbuchung bis zu 60–90 Euro für Hin- und Rückflug zusätzlich kosten können. Für norddeutsche Exporteure, Konferenzveranstalter und grenzüberschreitende Projektteams verkürzen die neuen Verbindungen die Gesamtreisezeit um mindestens zwei Stunden und minimieren das Risiko verpasster Anschlussflüge in der derzeit streikgeplagten Frühjahrszeit. Die Ankündigung bringt zudem positive Nachrichten für die Luftfahrtbranche nach Wochen, die von Arbeitskämpfen und kapazitätsbedingten Kürzungen aufgrund hoher Treibstoffpreise geprägt waren.
Quelle: Kreiszeitung (Hamburg section)