
SBS News hat vom Innenministerium bestätigt bekommen, dass im Februar 2026 32,5 Prozent der Anträge auf Studentenvisa für Hochschulstudiengänge, die aus dem Ausland eingereicht wurden, abgelehnt wurden – die höchste monatliche Ablehnungsquote seit den frühen 2000er Jahren. Die am 3. Mai 2026 ausgestrahlte und auf SBSs mehrsprachigen Plattformen weit verbreitete Berichterstattung zeigt deutliche Unterschiede: Die Ablehnungsquote lag bei 65 Prozent für Nepal, 51 Prozent für Bangladesch, 40 Prozent für Indien, aber nur bei 3 Prozent für China. Behörden erklärten gegenüber SBS, dass der Anstieg auf den im letzten Jahr eingeführten Genuine Student (GS)-Test zurückzuführen sei, der die bisherige Genuine Temporary Entrant-Anforderung ersetzt hat. Im Rahmen des GS-Tests führen Sachbearbeiter „ganzheitliche finanzielle Bewertungen“ durch und prüfen die Echtheit von Bildungs- und Beschäftigungsnachweisen. Anbieter mit schlechten Visa-Compliance-Quoten müssen nun mit längeren Bearbeitungszeiten rechnen, gemäß Ministerial Direction 107. Luke Sheehy, CEO von Universities Australia, warnt, dass der Anstieg der Ablehnungen bereits die Einnahmeprognosen und die Nachfrage nach Wohnraum auf den Campus beeinträchtigt. Einige Hochschulen haben Agenturverträge in Risikomärkten ausgesetzt, andere setzen Verifikationsteams im Ausland ein. Migrationsberater berichten, dass Familien nun den Nachweis über die gesamten Studienkosten erbringen müssen – oft 80.000 AUD oder mehr – statt nur für ein Jahr. Experten erwarten, dass der Bundeshaushalt am 14. Mai die härtere Linie festschreibt, möglicherweise durch noch höhere Antragsgebühren und eine Begrenzung von Studiengängen mit niedrigen Abschlussquoten. Für Unternehmen mit Mobilitätsteams hat das erhebliche Folgen: Weniger Angehörige von Studentenvisainhabern werden in den Arbeitsmarkt eintreten, und Regionen, die auf internationale Studierende für Teilzeitjobs angewiesen sind, könnten Schwierigkeiten haben, Schichten zu besetzen. Kurzfristig wird Studienbewerbern geraten, detaillierte finanzielle Nachweise frühzeitig vorzulegen, höhere Englischprüfungen abzulegen und Drittanbieter für Dokumente zu meiden. Ein Versäumnis kann teuer werden – Antragsgebühren sind auch bei Ablehnung nicht erstattungsfähig.
Quelle: SBS News