
Eine willkommene Entlastung für die Reise- und Veranstaltungsbranche Zyperns: Am 2. Juni hoben sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich die im März nach Drohnenangriffen in der Nähe der RAF-Basis Akrotiri verhängten Warnhinweise wieder auf. Washington stufte Zypern zurück auf die sicherste Stufe „Level 1 – Normale Vorsichtsmaßnahmen“, während London die speziellen Sicherheitsklauseln für den Nahen Osten aus dem Reisewarnhinweis des Außenministeriums entfernte. Reiseveranstalter berichten, dass die früheren Warnungen die Buchungen aus den beiden Märkten, die traditionell die zweit- und drittgrößten Besucherquellen Zyperns sind, um bis zu 12 % reduziert hatten. Mit Beginn der Hochsaison erwarten Hoteliers in Paphos und Limassol eine sofortige Belebung; mehrere britische Pauschalreiseveranstalter stellten innerhalb weniger Stunden nach der Ankündigung die zuvor gestrichenen Charterkapazitäten wieder her. Die Herabstufung spiegelt eine Entspannung der Spannungen nach dem kurzzeitigen US-Iran-Konflikt wider sowie verbesserte Luftverteidigungsmaßnahmen rund um Akrotiri, die von den Regierungen Zyperns und Großbritanniens ausgehandelt wurden. Auch Versicherer haben den zypriotischen Luftraum von „erhöhtem“ auf „normales“ Risiko herabgestuft, was die Prämien für Fluggesellschaften und Frachtspediteure senken dürfte. Für Geschäftsreisende entfallen damit Hürden wie verpflichtende Sicherheitseinweisungen und zusätzliche Risikoanalysen. Multinationale Unternehmen mit regionalen Hauptsitzen in Nikosia kündigen an, interne Reisebeschränkungen sofort aufzuheben, was persönliche Kundengespräche und Projektstarts ermöglicht, die während der Warnphase verschoben wurden. Das zypriotische Tourismusministerium schätzt, dass die gemeinsame Entscheidung von USA und Großbritannien in diesem Kalenderjahr zusätzliche Einnahmen von 120 Millionen Euro durch Besucher bringen könnte – ein entscheidender Impuls für eine Wirtschaft, die noch mit einem Rückgang der israelischen Ankünfte um 34 % im Jahresvergleich zu kämpfen hat.
Quelle: Euronews
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