
Das FBI-Büro in Boston hat am 11. Juni eine öffentliche Warnung an Drohnenpiloten herausgegeben: Flüge in der Nähe von WM-Spielstätten, Fan-Festen und kritischer Infrastruktur in Massachusetts und Rhode Island sind streng verboten. Zwischen dem 13. Juni und dem 9. Juli finden sieben WM-Spiele im Bostoner Stadion statt. Die Warnung macht deutlich, dass Verstöße gegen die Flugbeschränkungen während der WM eine Bundesstraftat darstellen, die mit Geldstrafen von bis zu 100.000 US-Dollar, Beschlagnahmung der Ausrüstung und bis zu einem Jahr Haft geahndet werden können. Das FBI wird spezielle Teams zur Drohnenabwehr einsetzen und mit der FAA zusammenarbeiten, um unerlaubte Drohnen zu erkennen und zu neutralisieren. Mediencrews und Immobilienmakler, die Luftaufnahmen machen wollen, müssen im Vorfeld über den neuen DHS-Weg eine Genehmigung einholen und täglich die NOTAMs über die B4UFLY-App prüfen. Mobilitätskoordinatoren, die VIP-Gäste zu den Spielen in Boston bringen, sollten mit gelegentlichen Bodensperrungen am Logan Airport rechnen, falls unautorisierte Drohnen Sicherheitsmaßnahmen auslösen. Die Mitteilung verdeutlicht einen grundlegenden Wandel in der US-Sicherheitsstrategie bei Großveranstaltungen: Drohnen werden nun als gleichwertige Bedrohung des Luftraums wie herkömmliche Gefahren behandelt. Arbeitgeber sollten Drohnen-bezogene Sicherheitshinweise in Reisepakete aufnehmen und ihre Mitarbeiter daran erinnern, dass private Freizeitflüge in Stadionnähe verboten sind. Wer die Warnung ignoriert, riskiert nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch einen Imageschaden, falls die Ausrüstung einer Marke bei einem Luftraumverstoß von den globalen Medien gefilmt wird.
Quelle: Federal Bureau of Investigation