
Die Australische Bundespolizei (AFP) hat einen 18-jährigen Mann aus South Melbourne wegen mehrerer Verstöße gegen die Luftfahrtsicherheit angeklagt, nachdem er am 5. Juni auf einem Flug von Bangkok nach Melbourne angeblich Kabinenpersonal angegriffen und mit dem Tod bedroht haben soll. Eine ausführliche Pressemitteilung vom 12. Juni listet sieben Anklagepunkte nach dem Crimes (Aviation) Act und verwandten Gesetzen auf. Laut AFP verbarrikadierte sich der Mann in der Flugzeugtoilette, ignorierte Sicherheitsanweisungen und verletzte mehrere Besatzungsmitglieder, bevor Passagiere und Kabinenpersonal ihn überwältigten. Bei der Ankunft in Melbourne Tullamarine wurde er festgenommen und später bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 28. August 2026 in Haft genommen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Fällen mit unruhestiftenden Passagieren im australischen Luftraum ein und hat die Forderungen der Luftfahrtbranche nach einer zentralen „No-Fly“-Liste, ähnlich wie in den USA, neu entfacht. Gewerkschaften, die das Kabinenpersonal vertreten, fordern strengere Strafrichtlinien und den Echtzeit-Datenaustausch zwischen Fluggesellschaften, um Gewalt vorzubeugen. Arbeitgeber mit hohem Anteil an Fly-in-Fly-out (FIFO)-Einsätzen werden dazu angehalten, die Verhaltensregeln vor dem Flug zu verstärken und ihre Mitarbeiter daran zu erinnern, dass Sicherheitsverstöße Flugzeuge am Start hindern und Unternehmen mit Strafgebühren belegen können. Die AFP-Kampagne „Sehen, Hören, Melden“ ruft alle Reisenden dazu auf, verdächtiges oder aggressives Verhalten frühzeitig zu melden, bevor Situationen eskalieren.
Quelle: Australian Federal Police