
Der Schweizer Bundesrat hat offiziell dem Gesuch des Kantons Nidwalden zugestimmt, bis zu 2.000 Angehörige der Schweizer Armee zur Unterstützung der zivilen Behörden während des Treffens hochrangiger US- und iranischer Delegationen am 19. Juni im Bürgenstock-Resort einzusetzen. Die Entscheidung, die am 17. Juni in Bern bekannt gegeben wurde, unterstreicht die erhöhte Sicherheitsstufe der Veranstaltung sowie die Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des internationalen Schutzrechts. Militärpersonal wird die Kantonspolizei bei der Perimetersicherung, Luftüberwachung, Logistik und schnellen medizinischen Hilfe unterstützen. Gepanzerte Infanteriekompanien werden zur Sicherung der Zufahrtsstraßen positioniert, während Luftabwehreinheiten die 46 Kilometer lange Luftraumsperrzone des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) absichern, die am Donnerstag, 18. Juni, um 06:00 Uhr in Kraft tritt. Das Kommando Operationen der Armee hat Hubschrauber und Super-Puma-Transportmittel auf dem nahegelegenen Flugplatz Alpnach in Bereitschaft versetzt. Gemäß Artikel 67 des Militärgesetzes erfordern solche „subsidiären Hilfeleistungen“ die Zustimmung des Bundesrats, wenn die Truppenstärke 2.000 übersteigt oder der Einsatz länger als drei Wochen dauert. Obwohl der genehmigte Zeitraum auf den 18. bis 20. Juni begrenzt ist, deuteten Behörden an, dass Soldaten für weitere hochrangige diplomatische Einsätze im Zusammenhang mit dem Waffenstillstand im Golf in Bereitschaft bleiben könnten. Die Luftraumsperrung entspricht den Verfahren während des Friedensgipfels zur Ukraine 2024, ist diesmal jedoch umfangreicher, da die Flugrouten zu den Flughäfen Zürich und Basel den geschützten Bereich durchqueren. Betreiber von Geschäftsflügen haben bereits Umleitungen über österreichische und italienische Korridore beantragt, was zusätzliche Treibstoff- und Slotkosten verursacht. Grenzgänger auf den Vierwaldstättersee-Fähren müssen ebenfalls mit Ausweiskontrollen durch gemischte Militär- und Polizeipatrouillen rechnen. Für Unternehmen, die Vorstandssitzungen, Roadshows oder Kundenevents in der Zentralschweiz organisieren, bedeutet der Bundesratsbeschluss ein langes Sicherheitswochenende. Reiseverantwortliche sollten Shuttle-Bus-Genehmigungen beim Militärverbindungsbüro prüfen, Besucher darauf hinweisen, Reisepässe statt Führerscheine mitzuführen, und ihre Versicherer über das erhöhte Risiko höherer Gewalt bis zum Ende des Luftraumembargos am 20. Juni informieren.
Quelle: Swiss Federal Council (admin.ch)
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