
Die deutschen Vertretungen in Ankara, Istanbul und Izmir verzeichnen eine beispiellose Nachfrage nach Visa, wobei Presseberichte von bis zu 100.000 anhängigen Anträgen sprechen und Interviewtermine mittlerweile „fast 12 Monate“ in die Zukunft reichen. Laut BILD versuchten allein in der Woche vom 22. bis 26. Juni mehr als 5.000 türkische Staatsbürger, einen Termin zu buchen. Insider der Botschaft machen Personalmangel und verschärfte Sicherheitskontrollen seit dem Putschversuch 2025 verantwortlich; türkische Wirtschaftsverbände werfen Berlin „absichtliches Verzögern“ vor, was Handelsbeziehungen und Familienbesuche belastet. Die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer warnt, dass Unternehmen Techniker und Vertriebsmitarbeiter nicht rechtzeitig zu deutschen Kunden schicken können, was Service-Level-Agreements verletzt. Nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz stellen türkische Staatsangehörige etwa 9 Prozent der Inhaber der deutschen Blue Card, doch Personalvermittler berichten, dass Ingenieure lieber in die Niederlande oder nach Kanada ausweichen, als ein Jahr zu warten. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass der Visakodex die Auslagerung an externe Dienstleister erlaubt – eine Lösung, die das Auswärtige Amt bisher ablehnt. Global-Mobility-Teams mit türkischen Talenten sollten daher Remote-First-Onboarding oder EU-interne Unternehmensversetzungen über andere Schengen-Staaten prüfen. Zudem sollten sie ein Budget für Ausweichflüge zu Konsulaten mit kürzeren Warteschlangen (z. B. Athen oder Tiflis) einplanen, falls Termin-Shopping politisch wieder akzeptiert wird.
Quelle: BILD
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Deutschland.Mehr von Deutschland
Alle anzeigen
Nächtliche Gleisarbeiten schränken S-Bahn-Anbindung zum Frankfurter Flughafen vom 25. Juni bis 10. Juli ein
Zehn Jahre nach dem Brexit berichten britische Fachkräfte in Deutschland weiterhin von Mobilitätshürden