
Die brasilianische Luftwaffe (FAB) evakuierte am 28. Juni 13 in Caracas gestrandete Staatsbürger und brachte sie an Bord einer KC-390, die zuvor humanitäre Hilfe nach Venezuela geliefert hatte, nach Rio de Janeiro. Der Rückflug landete am frühen 29. Juni am Flughafen Galeão. Die Operation, koordiniert von der brasilianischen Kooperationsagentur des Außenministeriums, folgt auf den Tod von zwei Brasilianern und die bestätigte Schließung des internationalen Flughafens Simón Bolívar, wodurch der kommerzielle Flugverkehr auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde. Brasilien hat inzwischen vier Hilfsflüge durchgeführt, die Such- und Rettungsteams, ein Feldlazarett, Wasseraufbereiter und medizinische Versorgung transportierten. Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass sich noch mindestens 40 brasilianische Öl-Dienstleister im Osten Venezuelas aufhalten; Pläne für einen zweiten Evakuierungsflug sind in Vorbereitung, sobald die Start- und Landebahnen wieder freigegeben sind. Multinationale Unternehmen mit Mitarbeitern in Venezuela sollten ihre Anwesenheitslisten überprüfen, Notfallkontaktketten aktualisieren und sich auf eine Evakuierung über Land via Boa Vista vorbereiten, falls die Luftraumsperrungen anhalten. Der Vorfall unterstreicht den Wert des brasilianischen Krisenmanagement-Dekrets von 2025, das die Zusammenarbeit zwischen Behörden bei Auslandseinsätzen erleichtert und der FAB erlaubt, Frachtflugzeuge auch für konsularische Evakuierungen einzusetzen. Unternehmen wird in Erinnerung gerufen, dass das Dekret der Regierung auch erlaubt, Kosten von Arbeitgebern zurückzufordern, die keine eigenen Evakuierungen organisieren. Reisende, die weiterhin nach Venezuela einreisen wollen, müssen sich im Itamaraty-System „Brasileiros no Mundo“ registrieren und ausreichend Bargeld mitführen: Geldautomaten in La Guaira sind weiterhin außer Betrieb und Kartenzahlungssysteme instabil.
Quelle: Rádio Itatiaia (via CNN Brasil)
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