
Die russische Nachrichtenagentur AK&M veröffentlichte am 8. Juli mehrere Warnungen zu geplanten Arbeitsniederlegungen von Bodenpersonal in Italien, Spanien und den Niederlanden. Streiks sind für den 9. Juli am Flughafen Amsterdam Schiphol, vom 10. bis 11. Juli an wichtigen italienischen Flughäfen wie Rom Fiumicino und Mailand Malpensa sowie am 26. Juli an mehreren spanischen Flughäfen angekündigt. Obwohl die Streiks nicht in Irland stattfinden, betreffen sie Tausende irischer Urlauber und Geschäftsreisender, die in der Hochsaison über europäische Drehkreuze reisen. Amsterdam und Rom sind wichtige Umsteigepunkte für Aer Lingus, Ryanair und KLM-Flüge, die in Dublin, Cork und Shannon starten. Ein eintägiger Streik des Gepäckpersonals führt meist zu Verzögerungen von 24 bis 36 Stunden, da Flugzeuge und Gepäck nicht synchronisiert werden können. Reiseversicherer melden einen Anstieg von 40 Prozent bei Zusatzversicherungen für verpasste Anschlussflüge im Monatsvergleich. Firmenmobilitätsteams raten ihren Mitarbeitern bereits, zwischen dem 9. und 11. Juli sowie um den 26. Juli enge Umsteigezeiten an den betroffenen Flughäfen zu vermeiden oder stattdessen über Frankfurt und Zürich zu reisen. Das irische Außenministerium hat keine offizielle Reisewarnung herausgegeben, weist jedoch darauf hin, dass gemäß EU-Verordnung 261/2004 Fluggesellschaften bei Ausfällen durch Streiks des Bodenpersonals Umbuchungen oder Rückerstattungen anbieten müssen, eine Entschädigung in bar jedoch entfallen kann, wenn außergewöhnliche Umstände geltend gemacht werden. Reisende sollten die Apps der Fluggesellschaften auf Umbuchungsmöglichkeiten prüfen, Belege für zusätzliche Ausgaben aufbewahren und möglichst nur mit Handgepäck reisen, um das Risiko zu minimieren, dass Gepäck in geschlossenen Gepäckhallen zurückbleibt.
Quelle: AK&M Newswire