
Die regionale Verkehrsgewerkschaft UGL-FNA führte am 11. Juli einen vierstündigen Streik im Busnetz der ARST auf Sardinien durch, der viele Fern- und Flughafenverbindungen zwischen 11:30 und 15:30 lahmlegte. Aushänge auf mehreren ARST-Haltestellenseiten bestätigten, dass alle Depots auf der Insel betroffen waren, darunter wichtige touristische Knotenpunkte wie Olbia, Alghero und Cagliari. Der Ausstand folgt auf eine Reihe von Angriffen auf Fahrer – zuletzt in Genua – sowie langanhaltende Beschwerden über Personalmangel während des sommerlichen Spitzenfahrplans. Da die Fährverbindungen vom Festland nahezu ausgelastet waren, waren Anschlussverbindungen stark eingeschränkt; Taxischlangen am Flughafen Olbia Costa Smeralda sollen über eine Stunde lang gewesen sein, und Mietwagen waren bereits am Vormittag ausgebucht. Für Arbeitgeber, die saisonale Mobilitätsprogramme im Tourismus- und Energiesektor Sardiniens betreiben, führte der Streik zu verpassten Schichtbeginnzeiten und zusätzlichen Unterkunftskosten. Einige Unternehmen setzten Ersatzshuttles ein, um Mitarbeiter zwischen Häfen, Flughäfen und abgelegenen Resorts zu transportieren. Obwohl der Arbeitskampf planmäßig endete, warnte die UGL-FNA vor weiteren Streiks im Juli, falls Sicherheits- und Lohnforderungen nicht erfüllt werden. Mobilitätsmanager sollten die Echtzeitdaten der ARST im Auge behalten und erstattungsfähige Tickets für wichtige Dienstfahrten sichern. Der Vorfall zeigt, wie lokale Streiks im öffentlichen Nahverkehr – oft kurzfristig angekündigt – die Mobilität in ganz Italien beeinträchtigen können, selbst wenn nationale Bahn- und Luftverkehrsnetze normal funktionieren.
Quelle: ARST network service bulletins