
Ein viraler Beitrag auf Threads, der eine „großzügige Belohnung“ für jeden anbietet, der bereit ist, eine in einem Schließfach der U-Bahn in Tokio zurückgelassene Tasche abzuholen und nach Hongkong zu bringen, hat im Internet Empörung ausgelöst. Nutzer warnten, dass die Anfrage an klassische Drogen-Schmuggelmaschen erinnere. Innerhalb weniger Stunden nach der Veröffentlichung am 18. Juli überschwemmten Warnungen Hongkonger Reise-Foren, die Bewohner daran erinnerten, niemals unbekannte Gegenstände über Grenzen hinweg zu transportieren. Kommentatoren betonten, dass die Sommerferien viele Studentinnen und Studenten nach Japan ziehen, wodurch sie zu bevorzugten Zielen krimineller Netzwerke werden, die ahnungslose Kuriere suchen. Nach dem Dangerous Drugs Ordinance von Hongkong drohen für Drogenhandel lebenslange Haftstrafen und Geldbußen von bis zu 5 Millionen HKD; auch das japanische Recht ist ähnlich streng. Das Hongkonger Einwanderungsamt riet lokalen Medien, dass Reisende Anfragen, Gepäck für Dritte zu transportieren, strikt ablehnen und vor der Abreise das städtische Portal „Smart Travel Tips“ konsultieren sollten. Versicherungsmakler wiesen darauf hin, dass Policen oft keine Deckung für rechtswidrige Handlungen bieten, sodass verhaftete Reisende mit enormen Rechtskosten ohne Unterstützung rechnen müssen. Obwohl ein späterer Kommentar behauptete, die Tasche sei „sicher zurückgeholt“ worden, mahnen die Behörden weiterhin zur Vorsicht. Sicherheitsteams von Unternehmen, die junge Praktikanten im Ausland betreuen, sollten klare Hinweise zur Gepäckhaftung geben und rund um die Uhr erreichbare Hotlines bereitstellen. Fluggesellschaften erinnern zudem daran, dass aufgegebenes und Handgepäck dem Ticketinhaber gehören muss und bei Stichprobenkontrollen geöffnet werden kann.
Quelle: The Standard (Hong Kong)