
Zyprische Zollbeamte beschlagnahmten am Donnerstag, den 24. September 2026, 47 Kartons Zigaretten und 1,5 kg Rolltabak, nachdem sie ein Fahrzeug mit türkisch-zyprischen Kennzeichen an der Grenzstelle Agios Dhometios zwischen dem von der Republik kontrollierten Süden und dem Norden der Insel angehalten hatten. Das Auto wurde von einem türkisch-zyprischen Fahrer gesteuert und beförderte vier britische Touristen, die von Kyrenia zurückkehrten. Laut dem Zollamt fehlten dem Tabak die vorgeschriebenen EU-Gesundheitswarnungen und Rückverfolgbarkeitscodes, was darauf hindeutet, dass keine Verbrauchssteuern in der Republik Zypern entrichtet wurden. Jeder Insasse wurde vor Ort mit einer Geldstrafe von 3.500 € belegt, und die Schmuggelware wurde zur Vernichtung vorgesehen. Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund verstärkter Überwachung entlang der 180 km langen Grünen Linie. Die Behörden haben zusätzliche Kameras installiert und die Patrouillen intensiviert, nachdem die Zahl der neuen Asylanträge in diesem Jahr um 93 % zurückgegangen ist. Der Schmuggel von zollfreien Zigaretten bleibt eine anhaltende Herausforderung, die den Staatshaushalt jährlich schätzungsweise 15 Millionen Euro kostet. Für Grenzpendler gilt eine klare Botschaft: Die zollfreien Freimengen sind auf 40 Zigaretten oder 50 g losen Tabak beim Betreten der von der Regierung kontrollierten Gebiete begrenzt. Alles, was darüber hinausgeht, muss deklariert und versteuert werden. Reiseveranstalter wurden aufgefordert, ihre Kunden entsprechend zu informieren, um Bußgelder am Ende des Urlaubs zu vermeiden. Unternehmen, die Mitarbeiter oder Waren über die Grenze transportieren, sollten ihre Compliance-Protokolle überprüfen, insbesondere da Zypern eine Schengen-Mitgliedschaft anstrebt, die eine noch engere Zollharmonisierung mit den EU-Vorgaben mit sich bringen könnte.
Quelle: Cyprus Mail