
Grenzbeamte in Lindau stoppten einen französisch zugelassenen Transporter auf dem Weg zum Münchner Oktoberfest und entdeckten eine 25-jährige philippinische Staatsangehörige, die ihr Schengen-Visum um fast vier Jahre überschritten hatte. Da sie keine gültigen Ausweisdokumente vorlegen konnte, zeigte die Frau lediglich ein Foto ihres Reisepasses auf dem Handy. Bei der Durchsuchung wurde zudem ein unerlaubtes CS-Gas-Spray gefunden. Die Bundespolizei setzte sie in „Zurückweisungshaft“ (Vorenthaltungshaft) und leitete Ermittlungen wegen versuchter illegaler Einreise und Waffenbesitz ein. Der französische Fahrer wurde wegen Beihilfe angezeigt. Der Fall verdeutlicht die verschärften Kontrollen in Deutschland seit der Wiedereinführung der temporären Grenzkontrollen an allen Landgrenzen Anfang dieses Monats. Für die Gastronomiebranche ist der Vorfall eine Mahnung, dass migrantisches Personal und Besucher auf dem Weg zu Großveranstaltungen verstärkt überprüft werden. Personalabteilungen, die Nicht-EU-Gäste zu Messen oder Festivals einladen, sollten sicherstellen, dass Visa und Reisedokumente für den gesamten Schengen-Aufenthalt gültig sind. Die Polizei teilte mit, dass die Frau bis zur Abschiebung in eine Haftanstalt in Hof überstellt wird. Zudem wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden während des Oktoberfests verstärkt, um illegale Einreisen entlang des A96-Korridors einzudämmen.
Quelle: Bundespolizei / Ad-Hoc News