
In einer Mitteilung vom 6. Oktober 2026 hat das tschechische Außenministerium erneut eine generelle Reisewarnung für den Jemen ausgesprochen und alle tschechischen Staatsangehörigen, die sich noch im Land aufhalten, dringend zur sofortigen Ausreise aufgefordert. Die Sicherheitslage wird im gesamten Staatsgebiet, einschließlich der Insel Sokotra, als „extrem hohes Risiko“ eingestuft. Jahre des Bürgerkriegs haben die staatliche Autorität zersplittert, und jüngste Eskalationen mit Huthi-Kräften haben Luftangriffe und Drohnenaktivitäten verstärkt. Da alle EU-Botschaften in Sana’a geschlossen sind, erfolgt die konsularische Betreuung über die tschechische Botschaft in Riad; die Unterstützung ist daher begrenzt und oft von der Kooperation Dritter abhängig. Für internationale Personalabteilungen bedeutet die Warnung eine sofortige Überprüfung aller noch im Jemen beschäftigten lokalen Mitarbeiter, Auftragnehmer oder Angehörigen. Die Evakuierungslogistik gestaltet sich aufgrund eingeschränkter kommerzieller Flugverbindungen schwierig und erfordert eine Koordination mit Charteranbietern oder UN-Korridoren. Das Außenministerium betont, dass eine Registrierung im DROZD-System für jede unvermeidbare Präsenz im Jemen verpflichtend ist, empfiehlt jedoch „dringend den vollständigen Rückzug“. Arbeitgeber, die nicht umgehend handeln, riskieren Reputationsschäden und Haftungsansprüche, falls Mitarbeiter in Kampfhandlungen verwickelt werden.