
Das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union ist nun in 29 Schengen-Staaten in Betrieb. Es erfasst bei der Einreise von Nicht-EU-Reisenden Fingerabdrücke, Gesichtsaufnahmen und Reisedokumentdaten an den Außengrenzen. Das System wurde am 12. Oktober 2025 still eingeführt, doch EU-Beamte hoben den Start am 2. November in Medienbriefings hervor und betonten, dass das manuelle Abstempeln von Pässen bis April 2026 vollständig eingestellt wird.
Für Tschechien sind die Auswirkungen erheblich. Der Prager Flughafen verzeichnete im vergangenen Jahr über 13 Millionen Passagiere, davon etwa 45 % aus Nicht-Schengen-Ländern. Die Ausländerpolizei bestätigt, dass im Terminal 1 58 Selbstbedienungskioske installiert wurden, die Fingerabdrücke und hochauflösende Gesichtsaufnahmen in weniger als 90 Sekunden erfassen können. In den ersten drei Wochen nach Inbetriebnahme verlängerte sich die Abfertigungszeit für Nicht-EU-Reisende um durchschnittlich 8 bis 12 Minuten. Daraufhin stellte der Flughafen zweisprachiges Personal zur Wegweisung ein und empfiehlt interkontinentalen Passagieren, drei Stunden vor Abflug anzureisen.
Für Geschäftsreisende ergeben sich zwei wesentliche Folgen: Erstens setzt das EES-Kontrollsystem die 90/180-Tage-Regelung für visumfreie Staatsangehörige zurück. Ein nun automatisch erfasstes Überziehen der Aufenthaltsdauer kann zu einem sofortigen Schengen-weiten Einreiseverbot führen, weshalb Mobilitätsmanager Kurzzeitaufenthalte künftig noch genauer überwachen müssen. Zweitens werden biometrische Daten drei Jahre lang gespeichert; wiederkehrende Reisende verbringen daher bei künftigen Besuchen weniger Zeit an den Kiosken, was die aktuellen Verzögerungen teilweise ausgleichen könnte.
Datenschutzfragen bleiben jedoch bestehen. Während die EU betont, dass die zentrale Datenbank nur von Grenzbehörden und ausgewiesenen Sicherheitsstellen eingesehen werden kann, fordern tschechische Datenschutzaktivisten zusätzliche Schutzmaßnahmen und Prüfungsrechte. Arbeitgeber, die Mitarbeiter zwischen Prag und Nicht-EU-Standorten entsenden, sollten ihre Datenschutzhinweise gemäß DSGVO aktualisieren und die Betroffenen über die neuen biometrischen Anforderungen informieren.
Blickt man voraus, plant das tschechische Innenministerium für Mitte 2026 einen Pilotversuch, bei dem EES-Kioske an ausgewählten Landgrenzen zu Polen und der Slowakei installiert werden sollen. Bei Erfolg könnte dieses Modell die manuelle Passkontrolle für Bus- und Autoverkehr überflüssig machen und die Einreise mobiler Arbeitskräfte weiter verändern.
Für Tschechien sind die Auswirkungen erheblich. Der Prager Flughafen verzeichnete im vergangenen Jahr über 13 Millionen Passagiere, davon etwa 45 % aus Nicht-Schengen-Ländern. Die Ausländerpolizei bestätigt, dass im Terminal 1 58 Selbstbedienungskioske installiert wurden, die Fingerabdrücke und hochauflösende Gesichtsaufnahmen in weniger als 90 Sekunden erfassen können. In den ersten drei Wochen nach Inbetriebnahme verlängerte sich die Abfertigungszeit für Nicht-EU-Reisende um durchschnittlich 8 bis 12 Minuten. Daraufhin stellte der Flughafen zweisprachiges Personal zur Wegweisung ein und empfiehlt interkontinentalen Passagieren, drei Stunden vor Abflug anzureisen.
Für Geschäftsreisende ergeben sich zwei wesentliche Folgen: Erstens setzt das EES-Kontrollsystem die 90/180-Tage-Regelung für visumfreie Staatsangehörige zurück. Ein nun automatisch erfasstes Überziehen der Aufenthaltsdauer kann zu einem sofortigen Schengen-weiten Einreiseverbot führen, weshalb Mobilitätsmanager Kurzzeitaufenthalte künftig noch genauer überwachen müssen. Zweitens werden biometrische Daten drei Jahre lang gespeichert; wiederkehrende Reisende verbringen daher bei künftigen Besuchen weniger Zeit an den Kiosken, was die aktuellen Verzögerungen teilweise ausgleichen könnte.
Datenschutzfragen bleiben jedoch bestehen. Während die EU betont, dass die zentrale Datenbank nur von Grenzbehörden und ausgewiesenen Sicherheitsstellen eingesehen werden kann, fordern tschechische Datenschutzaktivisten zusätzliche Schutzmaßnahmen und Prüfungsrechte. Arbeitgeber, die Mitarbeiter zwischen Prag und Nicht-EU-Standorten entsenden, sollten ihre Datenschutzhinweise gemäß DSGVO aktualisieren und die Betroffenen über die neuen biometrischen Anforderungen informieren.
Blickt man voraus, plant das tschechische Innenministerium für Mitte 2026 einen Pilotversuch, bei dem EES-Kioske an ausgewählten Landgrenzen zu Polen und der Slowakei installiert werden sollen. Bei Erfolg könnte dieses Modell die manuelle Passkontrolle für Bus- und Autoverkehr überflüssig machen und die Einreise mobiler Arbeitskräfte weiter verändern.
Quelle: LiveNOW from FOX