
Präsident Petr Pavel ernannte am 9. Dezember formell den Milliardär Andrej Babiš zum Ministerpräsidenten, vier Jahre nachdem der populistische Politiker abgewählt wurde. Babišs Partei ANO gewann die Wahl im Oktober mit einem Programm, das höhere Renten versprach und scharfe Kritik an den „Diktaten aus Brüssel“ übte – insbesondere an den verpflichtenden Zahlungen zur Migrationssolidarität.
Babiš hat bereits signalisiert, dass seine Minderheitskoalition mit der rechtsextremen SPD und den Autofahrerparteien den neuen EU-Migrations- und Asylpakt ablehnen wird. In seiner Antrittsrede versprach er, „die tschechischen Grenzen und Steuerzahler zu schützen“ und deutete an, dass Prag künftige Lastenteilungsmechanismen blockieren könnte, sofern diese nicht strikt freiwillig bleiben.
Berater im Bereich Wirtschaftsimmigration erwarten ein weniger einladendes Klima für Nicht-EU-Bürger außerhalb von Fachkräfteprogrammen. Zwar kann das neue Kabinett die Schengen-Regeln nicht einseitig außer Kraft setzen, doch es kann Arbeitsmarkttests verschärfen, Quotenvergabe verlangsamen und verstärkte Arbeitsplatzkontrollen durchführen – Instrumente, die Babiš bereits in seiner vorherigen Amtszeit einsetzte.
Gleichzeitig betonen Analysten, dass ANO-Regierungen tendenziell wirtschaftliches Wachstum priorisieren. Große Investoren könnten weiterhin von beschleunigten Verfahren über Programme für qualifizierte Arbeitskräfte oder Schlüssel- und Wissenschaftspersonal profitieren, sofern diese mit den Zielen der Industriepolitik übereinstimmen.
Praktischer Hinweis: Arbeitgeber sollten sich auf längere Bearbeitungszeiten bei Standard-Arbeitserlaubnisanträgen im Jahr 2026 einstellen und prüfen, ob sie staatlich geförderte Fast-Track-Verfahren nutzen können.
Babiš hat bereits signalisiert, dass seine Minderheitskoalition mit der rechtsextremen SPD und den Autofahrerparteien den neuen EU-Migrations- und Asylpakt ablehnen wird. In seiner Antrittsrede versprach er, „die tschechischen Grenzen und Steuerzahler zu schützen“ und deutete an, dass Prag künftige Lastenteilungsmechanismen blockieren könnte, sofern diese nicht strikt freiwillig bleiben.
Berater im Bereich Wirtschaftsimmigration erwarten ein weniger einladendes Klima für Nicht-EU-Bürger außerhalb von Fachkräfteprogrammen. Zwar kann das neue Kabinett die Schengen-Regeln nicht einseitig außer Kraft setzen, doch es kann Arbeitsmarkttests verschärfen, Quotenvergabe verlangsamen und verstärkte Arbeitsplatzkontrollen durchführen – Instrumente, die Babiš bereits in seiner vorherigen Amtszeit einsetzte.
Gleichzeitig betonen Analysten, dass ANO-Regierungen tendenziell wirtschaftliches Wachstum priorisieren. Große Investoren könnten weiterhin von beschleunigten Verfahren über Programme für qualifizierte Arbeitskräfte oder Schlüssel- und Wissenschaftspersonal profitieren, sofern diese mit den Zielen der Industriepolitik übereinstimmen.
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Quelle: Reuters
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