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Polizei zerschlägt Visa-Ring im Wert von 30 Millionen Euro mit gefälschten Partnerschaften in fünf spanischen Provinzen

Dez. 12, 2025
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Polizei zerschlägt Visa-Ring im Wert von 30 Millionen Euro mit gefälschten Partnerschaften in fünf spanischen Provinzen
Die Nationale Polizei gab am 11. Dezember bekannt, dass sie ein organisiertes Verbrechernetzwerk zerschlagen hat, das mehr als 300 gefälschte Aufenthaltserlaubnisse durch fingierte Eintragungen als eingetragene Lebenspartner zwischen marokkanischen Staatsangehörigen und spanischen Frauen erschlichen hat. Im Rahmen der zehnmonatigen Ermittlungen unter dem Codenamen „Operación Vínculo“ wurden bei koordinierten Razzien in Málaga, Barcelona, Teneriffa, Jaén und Melilla 48 Personen festgenommen.

Den Ermittlern zufolge verlangten die Drahtzieher bis zu 12.000 Euro pro Antragsteller. Sie stellten gefälschte Mietverträge, fingierte Meldebescheinigungen und notarielle Urkunden aus, die für die Registrierung als „pareja de hecho“ in Katalonien erforderlich sind – Dokumente, die eine fünfjährige EU-Familienaufenthaltskarte mit uneingeschränktem Arbeitsrecht ermöglichen. Die Bande soll vor dem Zugriff der Polizei über 30 Millionen Euro eingenommen haben.

Polizei zerschlägt Visa-Ring im Wert von 30 Millionen Euro mit gefälschten Partnerschaften in fünf spanischen Provinzen


Für Manager der Unternehmensmobilität ist der Fall ein Warnsignal: Dieselbe „familiar comunitario“-Karte wird von multinationalen Unternehmen häufig (und rechtmäßig) genutzt, um nicht-EU-Ehepartner ins Land zu holen. Die Behörden haben bereits die regionalen Einwanderungsämter angewiesen, Akten mit ähnlichem betrügerischem Profil zu überprüfen, was die Bearbeitungszeiten für legitime Anträge in der ersten Hälfte des Jahres 2026 verlängern könnte. Unternehmen wird empfohlen, die Dokumentation ihrer Mitarbeiter zu prüfen, Beziehungsnachweise zu verifizieren und sich auf mögliche Widerrufe vorzubereiten, die Lohn- und Sozialversicherungsanmeldungen betreffen könnten.

Rechtsexperten prognostizieren eine Verschärfung der Sorgfaltspflichten, insbesondere in Barcelona, wo die meisten gefälschten Partnerschaften notariell beglaubigt wurden. Zusätzliche Befragungen, Hausbesuche oder verlängerte Wartezeiten könnten zum Standard werden. Das Innenministerium plant zudem, zu Unrecht bezogene Sozialleistungen von den Betrugsopfern zurückzufordern.

Der Schlag gegen das Netzwerk verdeutlicht den lukrativen Schwarzmarkt, der entsteht, wenn reguläre Migrationswege eingeschränkt sind. Gleichzeitig unterstreicht er die Bedeutung robuster Compliance-Programme für Arbeitgeber, die den Familiennachzug in Spanien als Teil ihrer globalen Mobilitätsstrategie nutzen.
Quelle: VisaHQ – Global Mobility News

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