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Schweizer Städte reduzieren Silvesterfeuerwerk und verändern damit Menschenmengen und Verkehrsströme

Jan. 1, 2026
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Schweizer Städte reduzieren Silvesterfeuerwerk und verändern damit Menschenmengen und Verkehrsströme
Die Silvesterfeierlichkeiten 2026 werden in der Schweiz unterschiedlich ausfallen, da viele Städte ihre offiziellen Feuerwerk-Events entweder absagen oder stark verkleinern. Eine am 31. Dezember von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA veröffentlichte Umfrage zeigt, dass Basel, Bern, Lausanne, St. Gallen und mehrere mittelgrosse Städte sich für Lichtshows oder ganz ohne Veranstaltung entschieden haben – aus Kostengründen sowie wegen Tierschutz- und Luftqualitätsbedenken. Zürich und Genf gehören zu den wenigen Städten, die die Tradition mit Feuerwerk am Seeufer unter verschärften Sicherheits- und Verkehrsauflagen fortführen.

Zürichs „Silvesterzauber“ beginnt um 20:00 Uhr mit Essensständen und Musik rund um das Seebecken; die 15-minütige Feuerwerk-Show ist für 00:20 Uhr geplant. Die Stadtpolizei hat eine durchgehende Feuerwerksverbotszone entlang der Limmat und über die Quaibrücke verhängt und wird mehrere Uferstrassen vom 31. Dezember, 15:00 Uhr, bis zum 1. Januar, 12:00 Uhr, sperren. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 150.000 Besuchern – etwa halb so viele wie vor der Pandemie – weshalb zusätzliche S-Bahn-Züge und Nachttrams eingesetzt werden, private Autos jedoch nicht empfohlen sind.

Schweizer Städte reduzieren Silvesterfeuerwerk und verändern damit Menschenmengen und Verkehrsströme


Die Genfer Seeparty steht unter dem Motto „Ensemble on brille!“ und bietet Karaoke-Bühnen sowie Foodtrucks am Gustave-Ador-Pier. Der öffentliche Verkehrsbetrieb TPG verlängert Bus- und Tramfahrten, während die Kantonspolizei ein temporäres Verbot von privatem Feuerwerk im Umkreis von 500 Metern um das Veranstaltungsgelände erlassen hat. Luzern bleibt die einzige Stadt in der Zentralschweiz, die ein offizielles Feuerwerk finanziert, in der Hoffnung, den Wintertourismus anzukurbeln.

Die schrumpfende Feuerwerkskarte hat praktische Folgen für Global-Mobility-Manager, die Expatriate-Umzüge oder Kurzzeiteinsätze über die Feiertage organisieren. Mitarbeitende, die am Zürcher Seeufer wohnen, benötigen am 1. Januar möglicherweise temporäre Homeoffice-Regelungen wegen der nächtlichen Strassensperrungen, während in Basel zwar kein städtisches Feuerwerk stattfindet, aber strenge Regeln für privates Feuerwerk gelten.

Umweltorganisationen begrüssen diesen Trend, da die Feinstaubspitzen durch Feuerwerk die täglichen Emissionswerte innerhalb einer Stunde übersteigen können. Hoteliers befürchten hingegen einen Rückgang bei Übernachtungen, besonders in Bern und Lausanne, wo das Neujahrsfeuerwerk traditionell viele Besucher anzog. Die Gemeinden kündigen an, Anfang Januar die Besucherzahlen auszuwerten, bevor sie über die Feierlichkeiten 2026 entscheiden.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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