
Das australische Außenministerium (DFAT) hat bestätigt, dass die Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan in Canberra am 30. Juni 2026 ihren Betrieb einstellen wird. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem diplomatischen Personal der Botschaft, die am 1. Februar im nationalen Nachrichtensender SBS ausgestrahlt wurde, heißt es, dass weder Australien noch die im Exil befindliche afghanische Mission die Taliban als legitime Regierung Afghanistans anerkennen. Die Schließung folgt auf monatelange Unsicherheit, nachdem DFAT dem Botschafter Wahidullah Waissi Ende letzten Jahres mitgeteilt hatte, dass seine Akkreditierung nicht verlängert wird.
Für die rund 46.000 in Australien geborenen Afghanen – sowie die Tausenden mit temporären Visa – hat der Wegfall einer Botschaft vor Ort unmittelbare praktische Folgen. Afghanen können künftig keine Pässe mehr erneuern, keine notariellen Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder routinemäßige konsularische Unterstützung auf australischem Boden erhalten. Stattdessen müssen sie Anträge ins Ausland schicken oder darauf warten, dass die Regierung eine Schutzmacht-Botschaft benennt, was die Bearbeitungszeiten um Wochen verlängern kann.
Bildungsagenturen und Migrationsberater warnen, dass dies auch die Einhaltung von Studentenvisa und die Wege zu humanitären Visa der Unterklasse 449 erschweren könnte. Afghanische Staatsangehörige, die ihren Aufenthalt verlängern, verlorene Reisedokumente ersetzen oder Familienmitglieder sponsern wollen, müssen mit zusätzlichen Kosten für Dokumentenbeglaubigungen und internationale Kurierdienste rechnen. Universitäten mit vielen afghanischen Studierenden raten bereits dazu, Pässe vor der Juni-Frist zu erneuern und beglaubigte Kopien aufzubewahren.
Politisch unterstreicht die Schließung der Botschaft die harte Haltung der Regierung Albanese gegenüber der diplomatischen Anerkennung der Taliban, während gleichzeitig eine großzügige humanitäre Aufnahme beibehalten wird. Einwanderungsanwälte weisen darauf hin, dass die Entscheidung den Druck auf das Innenministerium erhöhen dürfte, alternative, vereinfachte Identitätsprüfungen einzuführen – etwa eine erweiterte Akzeptanz biometrischer „ImmiCard“-Dokumente, wenn Pässe nicht neu ausgestellt werden können.
Unternehmen mit Aktivitäten in beiden Ländern sollten Notfallpläne für die Mobilität ihrer Mitarbeiter vorbereiten. Mobility-Manager werden geraten, globale Compliance-Tracker zu aktualisieren, Evakuierungsprotokolle zu überprüfen und zusätzliche Vorlaufzeiten für Reisen oder Einsätze von afghanischen Staatsangehörigen einzuplanen. Während Canberra betont, dass die tägliche Visabearbeitung für Afghanen fortgesetzt wird, werden die praktischen Hürden voraussichtlich zunehmen, sobald die Botschaft Mitte 2026 schließt.
Für die rund 46.000 in Australien geborenen Afghanen – sowie die Tausenden mit temporären Visa – hat der Wegfall einer Botschaft vor Ort unmittelbare praktische Folgen. Afghanen können künftig keine Pässe mehr erneuern, keine notariellen Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder routinemäßige konsularische Unterstützung auf australischem Boden erhalten. Stattdessen müssen sie Anträge ins Ausland schicken oder darauf warten, dass die Regierung eine Schutzmacht-Botschaft benennt, was die Bearbeitungszeiten um Wochen verlängern kann.
Bildungsagenturen und Migrationsberater warnen, dass dies auch die Einhaltung von Studentenvisa und die Wege zu humanitären Visa der Unterklasse 449 erschweren könnte. Afghanische Staatsangehörige, die ihren Aufenthalt verlängern, verlorene Reisedokumente ersetzen oder Familienmitglieder sponsern wollen, müssen mit zusätzlichen Kosten für Dokumentenbeglaubigungen und internationale Kurierdienste rechnen. Universitäten mit vielen afghanischen Studierenden raten bereits dazu, Pässe vor der Juni-Frist zu erneuern und beglaubigte Kopien aufzubewahren.
Politisch unterstreicht die Schließung der Botschaft die harte Haltung der Regierung Albanese gegenüber der diplomatischen Anerkennung der Taliban, während gleichzeitig eine großzügige humanitäre Aufnahme beibehalten wird. Einwanderungsanwälte weisen darauf hin, dass die Entscheidung den Druck auf das Innenministerium erhöhen dürfte, alternative, vereinfachte Identitätsprüfungen einzuführen – etwa eine erweiterte Akzeptanz biometrischer „ImmiCard“-Dokumente, wenn Pässe nicht neu ausgestellt werden können.
Unternehmen mit Aktivitäten in beiden Ländern sollten Notfallpläne für die Mobilität ihrer Mitarbeiter vorbereiten. Mobility-Manager werden geraten, globale Compliance-Tracker zu aktualisieren, Evakuierungsprotokolle zu überprüfen und zusätzliche Vorlaufzeiten für Reisen oder Einsätze von afghanischen Staatsangehörigen einzuplanen. Während Canberra betont, dass die tägliche Visabearbeitung für Afghanen fortgesetzt wird, werden die praktischen Hürden voraussichtlich zunehmen, sobald die Botschaft Mitte 2026 schließt.
Quelle: SBS News
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