
Der Henley Passport Index, veröffentlicht am 23. Februar, bestätigt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate nun den drittstärksten Reisepass der Welt besitzen. Bürger erhalten visafreien oder Visa-bei-Ankunft-Zugang zu 186 Ländern und Gebieten. Nur Singapur und Japan liegen noch vor ihnen. Der rasante Aufstieg der VAE – von Platz 27 vor zehn Jahren – ist das Ergebnis einer aggressiven außenpolitischen Strategie mit bilateralen Visafreigaben, zuletzt mit Uganda, Barbados und der Dominikanischen Republik, sowie laufenden Verhandlungen mit dem Schengen-Raum über eine Visafreiheit für Kurzaufenthalte. Experten führen den Erfolg auch auf die hochkarätige Expo 2025, verstärkte Soft-Power-Initiativen und Abkommen zum Austausch von Sicherheitsdaten zurück, die viele Staaten zur Abschaffung von Visapflichten bewegten. Für Unternehmen mit Sitz in den VAE bedeutet die Stärke des Reisepasses eine schnellere Entsendung von Mitarbeitern für Kurzzeitprojekte und flexiblere Terminplanung mit Kunden, was Vorlaufzeiten verkürzt und teure Expressvisa überflüssig macht. Reiseleiter sollten ihre bevorzugten Anbieter neu bewerten: Mehr Flugverbindungen können jetzt kurzfristig gebucht werden, auch wenn Sitzplätze aufgrund regionaler Flugstörungen durch den Iran-Konflikt knapp bleiben. Veranstalter im Auslandsreiseverkehr erwarten zudem einen Buchungsboom zur Eid-Saison mit einem prognostizierten Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2025, da Emiratis die erleichterte Einreise in bisher eingeschränkte Ziele wie Brasilien und Südafrika nutzen. Blickt man nach vorn, geben Beamte der Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit (ICP) an, dass das nächste Ziel die visafreie Einreise in den gesamten Schengen-Raum bis 2028 ist – ein Meilenstein, der den Reisepass der VAE wohl unter die globalen Top zwei katapultieren würde.
Quelle: Travel Trade Today