
Diplomaten und hochrangige Beamte können sich nun dank eines wegweisenden Visafreiheitsabkommens, das am 21. Februar in Kraft trat und am 23. Februar 2026 offiziell bekanntgegeben wurde, leichter zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Uganda bewegen. Inhaber von diplomatischen oder Dienstpässen aus den VAE und Uganda dürfen sich bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen visafrei aufhalten. Das Abkommen ist Teil der umfassenderen Afrika-Strategie der VAE, die sich auf Investitionen in Infrastruktur, Logistik und erneuerbare Energien in Ostafrika konzentriert. Ugandische Ministerien begrüßten die Maßnahme und betonten, dass die beschleunigten Reiseprozesse gemeinsame Projekte in den Bereichen Agrartechnologie, Solarenergie und Tourismus rund um den Viktoriasee vorantreiben werden. Emiratische Logistikriesen wie DP World profitieren von der schnelleren Entsendung technischer Teams und einfacheren Crewwechseln für Emirates SkyCargo-Flüge nach Entebbe. Aus Sicht des Mobilitätsmanagements ist dies eine äußerst praktische Neuerung. Bisher mussten VAE-Delegationen mit Dienstpässen vor dem Abflug oft kurzfristig Missionsvisa beantragen. Nun genügt ein offizielles Entsendungsschreiben. Für Organisationen, die Personal zwischen Kampala, Abu Dhabi und Dubai rotieren, reduziert der Wegfall der Visapapiere die Vorlaufzeit um bis zu zwei Wochen und spart etwa 400 AED pro Reisendem (Standardgebühr für Dienstvisa plus Kurierkosten). Einwanderungsberater weisen darauf hin, dass die 90-Tage-Regel kumulativ gilt und Überziehungen bei der Wiedereinreise in die VAE mit einer Geldstrafe von 200 AED pro Tag geahndet werden. Beide Regierungen planen nach 12 Monaten eine Überprüfung der Einhaltung; eine erfolgreiche Umsetzung könnte eine Ausweitung auf Inhaber regulärer Pässe ermöglichen, insbesondere nach Abschluss der Einführung biometrischer Pässe in Uganda. Für globale Mobilitätsteams lautet die wichtigste Botschaft: Aktualisieren Sie die Checklisten für Entsendungen, streichen Sie die Visaantragsverfahren für berechtigte Mitarbeiter und erinnern Sie Reisende daran, offizielle Missionsschreiben mitzuführen und ihre kumulierten Aufenthaltszeiten im Land zu dokumentieren. Die Änderung signalisiert zudem, dass die VAE weiterhin gezielte bilaterale Visafreiheiten nutzen, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen – ein Trend, den Mobilitätsmanager auch für andere afrikanische Märkte im Auge behalten sollten.
Quelle: Travel And Tour World
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