
Die Nationale Einwanderungsbehörde Chinas (NIA) hat ihren offiziellen Verkehrsbericht zum Frühlingsfest veröffentlicht und bestätigt, dass die Festlandhäfen zwischen dem 15. und 23. Februar insgesamt 17,796 Millionen Ein- und Ausreisen abgewickelt haben. Das entspricht fast zwei Millionen Grenzübertritten pro Tag – ein Anstieg von 10,1 Prozent im Vergleich zur gleichen Feiertagswoche 2025. Drei strukturelle Veränderungen stechen besonders hervor. Erstens machen internationale Besucher mit 1,313 Millionen der Gesamtbewegungen einen immer größeren Anteil aus, und ihre Zahl wächst fast doppelt so schnell wie die der Festlandbewohner. Zweitens haben sich visafreie Einreisen zu einem wichtigen Kanal entwickelt: Während der neuntägigen Pause reisten 460.000 Menschen ohne Visum nach China ein, ein Plus von 28,5 Prozent im Jahresvergleich. Die Entscheidung Pekings, ab dem 17. Februar Inhabern regulärer Reisepässe aus Kanada und Großbritannien unilateral eine 30-tägige visafreie Einreise zu gewähren, trug deutlich zu diesem Anstieg bei. Drittens sorgt das 240-Stunden-Transit-ohne-Visum-Programm – mittlerweile an 65 Häfen verfügbar – dafür, dass der Fernverkehr gleichmäßiger auf Chinas Eingangsstädte verteilt wird und so den Druck auf das traditionelle Dreieck Peking–Shanghai–Guangzhou mindert. Grenzbeamte berichten, dass das erweiterte Programm dazu beitrug, die durchschnittlichen Wartezeiten an den beiden Spitzentagen, dem 22. und 23. Februar, unter 20 Minuten zu halten. Für multinationale Unternehmen sind diese Zahlen aus zwei Gründen wichtig: Ein größerer Teil der globalen Belegschaft kann nun kurzfristig ohne Konsulatstermin nach China einreisen, und Firmen können Projektteams über mehrere Drehkreuze leiten, wenn die Sitzplatzverfügbarkeit knapp ist. Unternehmen sollten ihre internen Reiserichtlinien an die neue Liste der 30-tägigen visafreien Länder anpassen, ihre Mitarbeiter daran erinnern, dass eine visafreie Einreise nicht in eine Arbeitserlaubnis vor Ort umgewandelt werden kann, und sicherstellen, dass internationale Entsandte wissen, welche Flughäfen das 240-Stunden-Transitvisum unterstützen. Reiseverantwortliche sollten zudem auf lokale Preisspitzen achten: Duty-of-Care-Plattformen meldeten während der Feiertage einen Anstieg der Hotelpreise in Grenzstädten um 18 Prozent im Jahresvergleich. Da die NIA für 2026 weitere Liberalisierungen angekündigt hat, könnten Organisationen, die auf häufige China-Rotationen angewiesen sind, gut daran tun, Firmenhotelverträge frühzeitig abzuschließen und medizinische Termine rechtzeitig vor der nächsten Hochsaison zu buchen.
Quelle: China Daily / Xinhua
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