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Brasilien gewährt acht neuen Ländern 30-tägige visumfreie Einreise und öffnet damit die Türen für Geschäft und Freizeit

März 1, 2026
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Brasilien gewährt acht neuen Ländern 30-tägige visumfreie Einreise und öffnet damit die Türen für Geschäft und Freizeit
Brasilien hat einen weiteren entscheidenden Schritt in seiner Strategie zur Wiedereröffnung nach der Pandemie gemacht und die Visapflicht für Kurzaufenthalte für Staatsbürger aus China, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Irland, Jamaika, St. Lucia und den Bahamas abgeschafft. Ein Kommuniqué des Außenministeriums vom 28. Februar 2026 bestätigt, dass Inhaber eines regulären Reisepasses aus diesen acht Ländern seit dem 24. Februar ohne e-Visum oder Konsulatstermin nach Brasilien einreisen können, dort bis zu 30 Tage bleiben und ihren Aufenthalt vor Ort auf insgesamt 90 Tage innerhalb eines rollierenden 12-Monats-Zeitraums verlängern dürfen.

Die Ankündigung ist sowohl reziprok als auch einseitig. China hatte bereits Mitte 2025 die Visapflicht für Brasilianer aufgehoben, sodass die brasilianische Maßnahme die bilaterale Liberalisierung des Reiseverkehrs zwischen den BRICS-Partnern festigt. Für die fünf europäischen und zwei karibischen Länder ist der Schritt jedoch einseitig – Brasília setzt darauf, dass der erleichterte Zugang für Langstreckenreisende den Zustrom von Besuchern auch ohne Gegenseitigkeit deutlich steigert.

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Aus Sicht der Unternehmensmobilität entfallen durch das neue Verfahren rund 250 US-Dollar Gebühren pro Reisendem, und vor allem entfällt die bisherige Vorlaufzeit von zwei bis drei Wochen für das e-Visum. Multinationale Unternehmen teilten Global Mobility News mit, dass die Änderung bereits in Mobilitätsstrategien für Erkundungsreisen, MICE-Veranstaltungen und kurze technische Einsätze integriert wurde; Mitarbeiter, die in Brasilien arbeiten, benötigen weiterhin das entsprechende Aufenthaltsvisum.

Die Tourismusagentur Embratur prognostiziert, dass der Wegfall der Visapflicht in diesem Jahr zusätzliche Besucherausgaben von bis zu 350 Millionen US-Dollar generieren könnte. Die Fluggesellschaften reagieren entsprechend: Air China, Air France-KLM und Aer Lingus haben Kapazitätserhöhungen nach São Paulo und Rio angekündigt, während das Jamaica Tourist Board eine Codeshare-Vereinbarung finalisiert, die Kingston die erste Nonstop-Verbindung nach Lateinamerika bringen würde.

Reisende sollten beachten, dass der visafreie Aufenthalt keine bezahlte Tätigkeit in Brasilien erlaubt und dass die Bundespolizei an der Grenze weiterhin einen sechsmonatigen Passgültigkeitszeitraum, finanzielle Nachweise und ein Rück- oder Weiterreiseticket verlangen kann. Unternehmen, die Teams mit unterschiedlichen Nationalitäten entsenden, sollten die Visabestimmungen im Einzelfall prüfen, da Staatsbürger aus den USA, Kanada und Australien weiterhin ein e-Visum für Brasilien benötigen.
Quelle: Travel and Tour World

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