
In einem Urteil mit weitreichenden Folgen für Familien mit gemischter Staatsangehörigkeit hat das Bezirksgericht Nikosia am 1. April das Untätigbleiben des Innenministeriums bei einem 2018 gestellten Staatsbürgerschaftsantrag für ein elfjähriges Kind einer türkisch-zyprischen Mutter und eines türkischen Vaters aufgehoben. Das Gericht stellte fest, dass das Ministerium seine Befugnis nicht innerhalb einer „angemessenen Frist“ ausgeübt habe, wodurch die Verzögerung rechtswidrig sei. Die Entscheidung verpflichtet das Ministerium, das Registrierungsverfahren unverzüglich abzuschließen, und dürfte die Bearbeitung von Hunderten ausstehender Staatsbürgerschaftsanträge türkisch-zyprischer Nachkommen beschleunigen. Behörden hatten argumentiert, sie seien von Anträgen „angeblich türkisch-zyprischer Herkunft“ überlastet, doch das Gericht bewertete diese Begründung als irrelevant für den vorliegenden Fall. Für Fachleute im Bereich Mobilität unterstreicht das Urteil den verfassungsrechtlichen Schutz Zyperns gegen administrative Verzögerungen bei Staatsbürgerschaftsangelegenheiten – ein wichtiger Präzedenzfall, wenn familienrechtliche Fragen mit langfristigen Einsätzen oder dauerhaften Versetzungen zusammenfallen. Unternehmen mit dualer oder binationaler Belegschaft sollten beobachten, ob die Regierung nach dem Urteil die Verfahren vereinfacht oder die Kriterien verschärft, um schnellere Abläufe auszugleichen.
Quelle: Cyprus Mail
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