
Bei der Vorstellung des Migrationsberichts 2025 am 30. März skizzierte der stellvertretende Minister Nicholas Ioannides eine optimistische Vision, in der gesteuerte Migration genutzt wird, um Fachkräftemangel zu beheben und die alternde Arbeitskraft Zyperns zu beleben. Die Zahl der irregulären Ankünfte sei zwischen 2022 und 2025 um 86 % gesunken, während die ausstehenden Asylanträge dank erweiterter freiwilliger Rückkehrprogramme und bilateraler Rückübernahmeabkommen um ein Drittel zurückgingen. Ioannides berichtete, dass Ende 2025 insgesamt 184.745 Aufenthaltserlaubnisse aktiv waren, wobei Haushaltskräfte, maritime Auszubildende und Beschäftigte im Gastgewerbe die größten Gruppen bildeten. Für Arbeitgeber besonders wichtig: Eine kommende nationale Integrationsstrategie – mitfinanziert von der Schweiz und der EU – wird den Griechischunterricht ausbauen und die Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen vereinfachen, wodurch der Verwaltungsaufwand für Personalabteilungen bei mehrjährigen Einsätzen reduziert wird. Syrische Staatsangehörige bleiben die größte Bewerbergruppe, doch mehr als 4.000 zogen im vergangenen Jahr ihre Anträge zurück und kehrten im Rahmen von Anreizprogrammen in ihre Heimat zurück. Ein neues Rückführungsprogramm, das im April vorgestellt wird, richtet sich an Syrer, die vor 2024 eingereist sind, und bietet finanzielle Zuschüsse sowie Beratungen zur Reintegration. Ioannides bestätigte zudem einen Gesetzesentwurf, der Behörden erlaubt, den Schutzstatus von Personen zu widerrufen, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden – eine Maßnahme, die skeptische Wähler beruhigen und Zypern zugleich im Einklang mit dem EU-Pakt für Migration und Asyl halten soll. Wirtschaftsverbände begrüßten den Stimmungswechsel von Krise zu Chance. Der Verband der zyprischen Arbeitgeber und Industriellen betonte, dass planbare Arbeitserlaubnisverfahren die Insel als regionalen Hauptsitzstandort attraktiver machen und bestehende Anreize wie die 50 %-Einkommensteuerbefreiung für hochbezahlte Neuansiedler ergänzen. Für Manager im Bereich globale Mobilität lautet die Botschaft zweigleisig: Zypern bleibt offen für legale Arbeitsmigration, und politische Anpassungen – kürzere Bearbeitungszeiten, Zuschüsse für Sprachkurse, Überprüfungen des Schutzstatus – könnten die Personalplanung in Branchen von der Schifffahrt bis zur Fintech-Branche beeinflussen. Unternehmen sollten frühzeitig an der Ministeriums-Konsultation zur Integration teilnehmen, um sicherzustellen, dass unternehmensinterne Versetzte von den geplanten digitalen Serviceverbesserungen profitieren.
Quelle: Cyprus Mail