
Die Reisepläne am Ostersonntag gerieten durch den Sturm Dave, der in der Nacht über Irland hinwegfegte, völlig durcheinander. Böen von bis zu 110 km/h, Schneeregen in höheren Lagen und weitreichende Stromausfälle prägten das Bild. Met Éireann hielt bis zum Nachmittag des 5. April eine landesweite Gelbe-Warnung vor starkem Wind aufrecht, während ESB Networks auf dem Höhepunkt des Sturms mehr als 42.000 Kunden ohne Strom meldete. Der Flughafen Dublin, der sich auf sein geschäftigstes Wochenende des Jahres vorbereitet hatte, konnte die Start- und Landebahnen offenhalten, warnte jedoch Passagiere vor Verzögerungen. Bis zum Mittag wurden mindestens 27 Abflüge – hauptsächlich Kurzstreckenflüge nach Großbritannien und Kontinentaleuropa – gestrichen. Fluggesellschaften rieten Reisenden, die später am Tag fliegen sollten, vor Abreise Apps und E-Mail-Benachrichtigungen zu prüfen. Aer Lingus und Ryanair aktivierten „Schlechtwetter“-Kulanzregelungen, die eine kostenlose Umbuchung innerhalb von sieben Tagen ermöglichen. Die Fährunternehmen Irish Ferries und Stena Line sagten mehrere Fahrten auf den Strecken Dublin–Holyhead, Rosslare–Pembroke und Rosslare–Cherbourg ab, da in der Irischen See Wellenhöhen von bis zu sechs Metern gemeldet wurden. Iarnród Éireann verhängte Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Küstenbahnabschnitten zwischen Bray und Greystones sowie entlang des Ennis–Galway-Korridors, was die Fahrzeiten um bis zu 40 Minuten verlängerte. Der Zeitpunkt könnte für globale Unternehmen, die nach dem langen Wochenende Personal austauschen, kaum ungünstiger sein. Umzugsfachleute berichteten Global Mobility News, dass mehrere Mitarbeiter, die am Dienstag Projekte in Cork und Galway beginnen sollten, nun verspätet eintreffen, was Verlängerungen der Zwischenunterkünfte und verschobene Orientierungssitzungen erforderlich macht. Arbeitgeber werden geraten, in den Entsendungsverträgen auf höhere Gewalt zu verweisen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter eine Reiseversicherung mit Wetterschutz haben. Met Éireann erwartet eine Verbesserung der Bedingungen über Nacht, warnt jedoch davor, dass umgestürzte Bäume und Trümmer am Montag weiterhin zu Verzögerungen führen können. Da Mitte der Woche ein weiteres atlantisches Tief erwartet wird, bleibt eine sorgfältige Notfallplanung für Firmenreisemanager unerlässlich.
Quelle: The Irish Times
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