
Reiseveranstalter und Hoteliers schlagen Alarm: Eine Welle von Stornierungen im Zusammenhang mit dem seit einem Monat andauernden Konflikt im Golf hat die Ankünfte im März und April um bis zu 40 Prozent einbrechen lassen, berichtete die Cyprus Mail am 5. April. Flüge nach Tel Aviv und Dubai werden seltener angeboten, während Verbindungen nach Katar weiterhin ausgesetzt sind – ein Vertrauensverlust in einer Zeit, in der Europäer normalerweise ihre Sommerreisen buchen. Dinos Kakkouras, Ehrenpräsident des Verbands der zyprischen Reise- und Tourismusagenturen, erklärte gegenüber Journalisten, dass vor allem die psychologische Verunsicherung der Touristen und nicht etwa Schäden an der Infrastruktur das Hauptproblem darstelle. Er warnte, dass die Insel bis Mitte Mai mit der schwächsten Hochsaison seit einem Jahrzehnt rechnen müsse, falls sich die Lage nicht stabilisiere. Auch Hoteliers äußern Besorgnis; viele haben bereits staatliche Lohnsubventionen beantragt, um Entlassungen zu vermeiden. Für Unternehmen, die Gruppenveranstaltungen oder Incentive-Reisen planen, bedeutet die Unsicherheit eine bessere Verhandlungsposition: Die Zimmerpreise sinken, und Veranstaltungsorte sind bereit, Firmenbuchungen mit flexiblen Konditionen zu sichern. Gleichzeitig müssen Duty-of-Care-Teams die regionalen Sicherheitshinweise genau beobachten, um Reisende zu beruhigen und Versicherungen anzupassen. Historisch gesehen erholt sich Zypern nach Krisen schnell, dank einer starken Nachholnachfrage aus Großbritannien, Israel und Deutschland. Dennoch geben Branchenvertreter zu, dass Marketingbudgets verstärkt in „Sicherheitskampagnen“ fließen und einige Charteranbieter eine Umverteilung ihrer Flugzeuge in Erwägung ziehen, falls die Buchungszahlen bis Ende April nicht wieder anziehen.
Quelle: Cyprus Mail