
Präsident Nikos Christodoulides berief am 15. April ein Krisentreffen mit Wirtschaftsministern, dem stellvertretenden Tourismusministerium und Branchenvertretern ein, nachdem Daten weitreichende Stornierungen für Frühjahrs- und Sommeraufenthalte nach dem Drohnenangriff auf RAF Akrotiri am 1. März zeigten. Die Beteiligten einigten sich auf eine sofortige Informationskampagne, die sich an Reiseveranstalter und Reisemedien in Großbritannien, Deutschland und Skandinavien – den wichtigsten Märkten der Insel – richtet, um zu betonen, dass Zypern „sicher und vollständig offen für Geschäfte“ ist. Die Kampagne setzt auf Social-Media-Influencer, gezielte Werbung und Live-Aufnahmen aus beliebten Resorts, um das Bild regionaler Instabilität zu entkräften. Hoteliers begrüßten die Initiative, warnten jedoch, dass Schnelligkeit entscheidend sei; einige Hotels verzeichnen bereits Belegungsprognosen von unter 50 % für Mai. Auch im Bereich Mobilität wirken sich die gleichen Narrative auf Firmenverlagerungen und Projektarbeiten aus. Risikovermeidungs-Klauseln in vielen globalen Mobilitätspolicen koppeln Einsatzzulagen an offizielle Reisehinweise; eine Herabstufung der Sicherheitslage könnte Einsätze verzögern oder Gefahrenzulagen auslösen. Durch eine proaktive Kommunikationsstrategie hofft die zyprische Regierung, sowohl die Nachfrage im Freizeit- als auch im Geschäftsbereich zu stabilisieren. Beobachter vermerken, dass Fluggesellschaften bereits beginnen, ihre Flugpläne wiederherzustellen, was Vertrauen in das Reiseziel signalisiert. Gelingt die Kampagne, könnte Zypern einen Teil der Hochsaison retten und Entlassungen im Gastgewerbe verhindern – einem Sektor, der rund 14 % des BIP ausmacht und eine wichtige Stütze für Expat-Familien darstellt.
Quelle: In-Cyprus