
Österreich alarmierte am 11. und 12. Mai 2026 Eurofighter Typhoon-Jets, nachdem zwei Überwachungsflugzeuge der US Air Force vom Typ PC-12 ohne die erforderliche diplomatische Genehmigung in den österreichischen Luftraum eingedrungen waren. Der Vorfall, bestätigt vom Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, führte zu sofortigen Luftüberwachungsflügen von der Basis Zeltweg aus und löste eine erneute Debatte über Österreichs strikte Neutralitätsregeln aus. Dieselben Flugzeuge hatten bereits am Vortag Oberösterreich überquert, was auf einen Navigationsfehler oder ein Versäumnis bei der Genehmigungsanmeldung hindeutet. Obwohl die Maschinen nach der Abfangaktion rasch Kurs auf München nahmen, hat Wien bei Washington diplomatisch protestiert. Der Vorfall folgt auf Österreichs Entscheidung im April, US-Militärflüge im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt den Überflug über sein Hoheitsgebiet zu untersagen. Während der kommerzielle Flugverkehr nicht direkt betroffen war, unterstreicht die Alarmierung Österreichs Entschlossenheit, seinen Luftraum konsequent zu überwachen. Flugplanungsstellen sollten sicherstellen, dass militärische Charter- oder Staatsflugzeuge im Vorfeld Überflugsgenehmigungen einholen; andernfalls könnten während Abfangmanövern zivilen Flugrouten vorübergehende Einschränkungen drohen. Experten sehen in dem Fall einen möglichen Beschleuniger für die Modernisierung grenzüberschreitender Flugmeldeverfahren in Europa, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden, die sowohl militärische als auch zivile Abläufe stören.
Quelle: Anadolu Agency
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