
Ein Ryanair-Flug von Wien nach Porto musste in den frühen Morgenstunden des 10. Mai wegen einer technischen Störung eine Notlandung am Flughafen Wien-Schwechat durchführen, bestätigte das österreichische Luftfahrtportal „Austrian Wings“ am 11. Mai. Flug FR751, durchgeführt mit einem Airbus A320 (Kennzeichen 9H-LOM) von Lauda Europe, startete um 06:59 Uhr Ortszeit und hatte bereits die Reiseflughöhe erreicht, als die Piloten um 07:34 Uhr über Bayern eine vorsorgliche Rückkehr ankündigten. Das Flugzeug landete sicher auf der Landebahn 16 um 08:16 Uhr, wo die Flughafenfeuerwehr bereits bereitstand. Ryanair bezeichnete das Problem als „geringfügig“, nannte jedoch keine Details zum betroffenen Bauteil. Ein Ersatzflugzeug (9H-LMG) startete um 10:28 Uhr in Wien und erreichte Porto mit etwa drei Stunden Verspätung, während Wartungsteams mit der Inspektion des ursprünglichen Jets begannen. Von den 169 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern wurde niemand verletzt, jedoch berichteten mehrere von angespannten Momenten, als das Flugzeug Treibstoff abließ und mit dem Sinkflug zurück nach Wien begann. Die irische Fluggesellschaft stellte Essensgutscheine bereit und organisierte Umbuchungen für Passagiere, die Anschlussflüge verpassten. Es ist bereits die zweite ungeplante Umleitung eines Lauda-Europe-Flugzeugs mit Basis Wien in diesem Quartal und erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter behördlicher Kontrollen der Wet-Lease-Operationen von Ryanair. Die österreichische Luftfahrtbehörde Austro Control prüft den Sicherheitsbericht des Kapitäns; je nach Ergebnis könnte eine Lufttüchtigkeitsanweisung erlassen werden. Versicherungsexperten weisen darauf hin, dass vorsorgliche Rückkehrflüge selten große finanzielle Folgen haben, jedoch das Vertrauen der Öffentlichkeit beeinträchtigen und Entschädigungsansprüche nach EU-Verordnung 261 auslösen können, wenn die Verspätung mehr als drei Stunden beträgt. Für Firmenreisemanagement unterstreicht der Vorfall die Bedeutung robuster Störfall- und Krisenmanagement-Protokolle. Unternehmen mit Mitarbeitern, die über Wien reisen, sollten sicherstellen, dass Reisende mobile Bordkarten, Unterstützung bei EU-261-Ansprüchen und Zugang zu Echtzeit-Flugbenachrichtigungen haben. Ryanair betont, dass der österreichische Sommerflugplan – wichtig für mittelständische Unternehmen in Mitteleuropa, die Wien als Low-Cost-Drehkreuz nutzen – nicht beeinträchtigt wird, jedoch werden diese Woche zusätzliche nächtliche Inspektionen an der A320-Flotte von Lauda Europe durchgeführt.
Quelle: Austrian Wings
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