
Der Zyprische Statistikdienst (Cystat) meldete, dass die Touristenzahlen im April 2026 auf 303.031 zurückgingen – ein Rückgang von 27,6 % gegenüber 418.730 Besuchern im Vorjahr –, da der Krieg im Iran die Reiselust in der Region weiterhin dämpfte. Dieser Rückgang führte dazu, dass die kumulierten Ankünfte in den ersten vier Monaten des Jahres auf 710.370 sanken, was einem Rückgang von 17,9 % im Jahresvergleich entspricht und die zuvor im Winter erzielten Zuwächse wieder zunichtemachte. Großbritannien blieb mit 118.742 Besuchern (39,2 %) der wichtigste Herkunftsmarkt, gefolgt von Polen (25.371), Deutschland (24.178), Israel (15.997) und Griechenland (14.255). Geschäftsreisen hielten sich besser als Freizeitreisen: Urlaubsreisen machten 73 % der Reisen aus, gegenüber 80 % im Vorjahr, während Besuche bei Freunden und Verwandten sowie Geschäftsreisen zusammen auf 27 % stiegen. Auch die Mobilität der Einheimischen nahm ab. Die Rückkehr zyprischer Staatsbürger von Auslandsreisen sank leicht um 0,3 % auf 164.357, wobei Griechenland, Großbritannien und Italien die Hauptziele waren. Hoteliers berichten, dass die durchschnittliche Auslastung nun zwischen 40 % und 50 % liegt, verglichen mit etwa 75 % vor einem Jahr, und die Buchungen für die wichtige Sommerperiode um rund 25 % zurückgegangen sind. Für internationale Unternehmen, die Projekte oder Konferenzen auf der Insel durchführen, bedeutet der Rückgang eine größere Verfügbarkeit von Zimmern und potenzielle Verhandlungsspielräume bei den Preisen, signalisiert aber auch schwächere Zusatzleistungen und Personalengpässe in den Resorts. Fluggesellschaften haben begonnen, die Frequenzen in der Nebensaison zu reduzieren, weshalb Mobilitätsplaner die Flugpläne genau beobachten und Reisenden flexible Tarife empfehlen sollten. Die Politik erwägt gezielte Marketingkampagnen und vorübergehende Senkungen der Flughafenentgelte, um die Nachfrage aus sekundären europäischen Städten anzukurbeln. Manager von Mobilitätsprogrammen könnten neue Anreize für die Verlegung von Mitarbeitern finden – etwa niedrigere Kurzzeitmieten – sollten sich aber auch auf mögliche Schwankungen bei Servicequalität in Hotellerie und Transport einstellen.
Quelle: Cyprus Mail