
Ein Wochenendausflug einer weiterführenden Schule aus Hradec Králové entwickelte sich zu einem konsularischen Notfall, nachdem 25 tschechische Jugendliche und eine Lehrkraft in einem Hotel in Monterotondo, 35 km nördlich von Rom, mit akuten Übelkeits-, Fieber- und Erbrechenssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die italienischen Rettungsdienste entsandten in den frühen Morgenstunden des 22. Mai mehrere Krankenwagen; die 15- bis 16-jährigen Schüler wurden zur Beobachtung auf drei römische Krankenhäuser verteilt. Am Samstagabend (23. Mai) wurden alle Schüler als reisefähig eingestuft und konnten mit Unterstützung der tschechischen Botschaft in Rom einen von ihrer Versicherung organisierten Smartwings-Charterflug besteigen. Die letzten fünf Patienten und eine begleitende erwachsene Person landeten kurz nach Mitternacht am Sonntag am Terminal 1 in Prag. Die italienischen Gesundheitsbehörden haben eine Untersuchung möglicher lebensmittelbedingter Toxine eingeleitet; erste Tests schlossen Legionellen und Salmonellen aus, der Fokus liegt nun auf einer lokal produzierten Saftcharge, die zum Abendessen serviert wurde. Das Außenministerium lobte die Lehrkräfte der Gruppe dafür, dass sie vor der Abreise das Reiseregistrierungssystem DROZD genutzt hatten, was eine rund um die Uhr laufende SMS-Koordination zwischen Konsularpersonal, Eltern und italienischen Krankenhäusern ermöglichte. Die Behörden betonen, dass der Vorfall zeigt, warum Gruppenleiter stets Reisepläne und Versicherungsdaten in DROZD eintragen sollten – auch innerhalb der EU-Freizügigkeitszone –, damit Notfallcharter oder medizinische Evakuierungen ohne bürokratische Verzögerungen genehmigt werden können. Reiseveranstalter und Firmenveranstalter, die diesen Sommer Programme in Italien durchführen, werden dringend aufgefordert, Catering-Anbieter sorgfältig zu prüfen, mehrsprachige Erste-Hilfe-Sets mitzuführen und die Teilnehmer darüber zu informieren, wie sie tschechische Konsularhotlines erreichen können. Geschäftsreiserversicherer melden einen 14 %igen Anstieg der medizinischen EU-Leistungsfälle im Jahresvergleich, die mit hitzebedingter Dehydration und kontaminierten Lebensmitteln zusammenhängen, was die Notwendigkeit robuster Fürsorgeprotokolle unterstreicht.
Quelle: CNN Prima News