
Austrian Airlines (AUA) bestätigte am Abend des 11. Juni, dass alle Flüge zwischen Wien und Tel Aviv aufgrund der angespannten Sicherheitslage in Israel mindestens bis zum 15. Juni weiterhin gestrichen bleiben. Die Entscheidung, die in Abstimmung mit der Lufthansa Group Corporate Security getroffen wurde, verlängert eine ursprünglich nur bis zum 12. Juni geplante Aussetzung. Passagiere, die auf der OS861/862-Strecke gebucht sind, werden über Partnerfluggesellschaften umgebucht oder erhalten eine Rückerstattung. Reisebüros berichten, dass Umbuchungsmöglichkeiten knapp sind, da die Strecke eine wichtige Verbindung für UN-Mitarbeiter, IT-Fachkräfte und österreichische Exporteure mit Geschäftsaktivitäten in Israel darstellt. Auch Frachtkunden, die Pharma- und High-Tech-Ausrüstung transportieren, kämpfen um Frachtraum in den Frachträumen über Istanbul oder Larnaka. Aus Sicht der Mobilitäts-Compliance sollten Arbeitgeber beachten, dass israelische Geschäftsvisa, die bei der Ankunft am Ben-Gurion-Flughafen ausgestellt wurden, nach Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiterhin gültig sind. Allerdings können österreichische Reisepässe mit abgelaufenen Einreisestempeln, die älter als sechs Monate sind, bei der Einreise zu Nachfragen führen. Daher sollten Personalabteilungen die Gültigkeit der Dokumente vor der erneuten Entsendung prüfen. Die Flugaussetzung erinnert daran, dass die Volatilität im Nahen Osten unmittelbare Auswirkungen auf österreichische Mobilitätsprogramme haben kann. Risikoberater empfehlen Unternehmen, ihre Reisegenehmigungsprozesse zu aktualisieren, um aktuelle Sicherheitswarnungen der Fluggesellschaften einzubeziehen, und sicherzustellen, dass Evakuierungsversicherungen auch Ehepartner und Angehörige abdecken.
Quelle: ORF Wien
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